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27.06.2018, 15:36 Uhr KOMMENTAR

SV Union Meppen muss sich zusammenraufen

Kommentar von Konstantin Stumpe

Der Streit um ungerecht verteilte Mitgliedsbeiträge im SV Union Meppen ist eskaliert. Der Abteilungsvorstand Tennis ist zurückgetreten. Symbolfoto: Konstantin StumpeDer Streit um ungerecht verteilte Mitgliedsbeiträge im SV Union Meppen ist eskaliert. Der Abteilungsvorstand Tennis ist zurückgetreten. Symbolfoto: Konstantin Stumpe

Meppen. Dass die Tennisabteilung des SV Union Meppen sich ob der ungleichmäßig Verteilten Mitgliedsbeiträge ungerecht behandelt fühlt, ist verständlich. Ob ein geschlossener Rücktritt aber der richtige Schritt ist, ist fraglich. Schadet der Rücktritt der Tennisabteilung womöglich mehr, als er nützt?

Offenbar will der Abteilungsvorstand ein Zeichen setzen und den Hauptvorstand mit dem geschlossenen Rücktritt zum Handeln zwingen. Doch viele Vereine klagen über Schwierigkeiten, Ämter mit Ehrenamtlichen zu besetzen. Dem SV Union wird es nach dem Rücktritt des Abteilungsvorstands ähnlich gehen.

Nicht von jetzt auf gleich wird der Vorstand die acht vakanten Positionen besetzen können. Zwar hat der Tennisvorstand angekündigt, noch bis Ende September alle Ämter kommissarisch weiterzuführen, doch wenn auch darüber hinaus keine Ehrenamtlichen gefunden sind, können die Interessen der Tennisspieler gegenüber dem Hauptvorstand noch schwerer vertreten werden als bislang.

Dass die Verantwortlichen das nicht bedacht haben, ist schwer vorstellbar. Die Aktion ist daher nur mit Verzweiflung zu deuten. Die Verantwortlichen sehen offenbar keine Möglichkeit des Übereinkommens mit dem Hauptvorstand im seit Jahren dauernden Kampf um Gleichberechtigung. Dass die Mitglieder darunter aber noch mehr leiden als zuvor, kann nicht sein. Daher kann man nur an die Vereinsspitze appellieren: Rauf euch zusammen und findet einen Konsens.


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