Ausstellung bis 12. August Cartoons von Peter Gaymann im Meppener Kunstzentrum

Von Werner Scholz

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Meppen. Peter Gaymann ist einer der erfolgreichsten und beliebtesten Cartoonisten in Deutschland. Unter dem Motto „Reif fürs Museum“ ist in den Räumen des Kunstkreises an der Koppelschleuse seine Ausstellung zu sehen, in der er sich mit scharfem Blick und voller Humor dem weiten Gebiet der Kunst widmet.

Die Gäste waren zur Vernissage so zahlreich gekommen, dass sich nicht wenige sogar auf dem Flur drängten. Der Begeisterung war dieser Umstand keineswegs abträglich. Nachdem die Vorsitzende des Meppener Kunstkreises, Ursula Kleinlosen, begrüßte, hielt Dietmar Hasse die Einführungsrede. „Nach fast 20 Jahren ist er wieder da – Peter Gaymann. Seien Sie herzlich willkommen im Emsland. Wir freuen uns sehr, dass Sie die weite Reise von München nach Meppen unternommen haben“, sagte Hasse, der sich sogleich auch für das Sponsoring der Sparkasse bedankte.

Mit spitzer Feder

Schon 1999 waren Arbeiten Gaymann im Zuge der Ausstellungsfolge Cartoonisten im Meppener Kunstkreis zu sehen. „Damals gab es ein Paar Probleme – so der Titel – ... zwischen Mann und Frau, die Gaymann mit spitzer Feder treffend aufs Papier brachte“, erinnerte sich Hasse mit einem Lächeln und erwähnte anschließend einige wichtige Etappen des 1950 in Freiburg im Breisgau geborenen Cartoonisten, der dort Sozialpädagogik studierte, bevor er 1976 seine Karriere als freischaffender Künstler begann.

Seither hat Gaymann für viele Zeitungen und Zeitschriften gearbeitet und mehr als 70 Bücher veröffentlicht. 2014 wurde ihm sogar die Ehre zuteil, zwei Briefmarken gestalten zu dürfen – Auflage: 70 Millionen. Für die Zeitschrift „Brigitte“ arbeitet er seit 1990. In seiner Reihe „Die Paar Probleme“ veröffentlicht er dort alle zwei Wochen Amüsantes rund um das Zusammenleben von Mann und Frau.

Berühmt durch Tiermotive

Berühmt geworden ist Gaymann mit seinen Tiermotiven. Zunächst waren es Katzen, dann folgten seine berühmten Hühner. Mit welcher Schnelligkeit er es vermag, in nur wenigen Strichen mit dem Filzschreiber einen Cartoon aufs Papier zu bringen, zeigte Gaymann spontan, indem er einen neuen Hühner-Cartoon auf die Tafel zeichnete. Das wiederum wurde mit heftigem Beifall der Gäste quittiert. Doch in Meppen widmet er sich, „dem schwierigen Gebiet der Kunst, die ja voll ist von Eitelkeiten, Übertreibungen, Missverständnissen, Unwissen, mit kleinen und großen Katastrophen in Galerien, Museen und Ausstellungsräumen – natürlich nicht bei uns“, so Hasse.

Es sind einerseits Arbeiten eines virtuosen Zeichners, die den Besucher der Ausstellung erwarten. Andererseits ist es der feine Humor, welcher in der Verbindung von Bild und Sprache seinen Ausdruck findet und so manches Schmunzeln auf die Lippen zaubert.

Noch bis 12. August zu sehen

Als Schmankerl der Veranstaltung sorgten Njiku Melchior Wellmer und dessen Bruder Sacharia Thairo für die musikalische Begleitung. Dabei erntete Njiku Melchior Wellmer nach einem Geigen-Solo tosenden Applaus, bevor sich die Gäste durch die Räume begaben, um die Ausstellung zu erkunden.

Zu sehen sind die Cartoons noch bis zum 12. August dienstags, donnerstags und samstags von 14.30 bis 17 Uhr und an Samstagen von 11 bis 17 Uhr.


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