Kooperationsvereinbarung unterzeichnet Schulen im mittleren Emsland arbeiten zusammen

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Die Leiter der beteiligten Schulen unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung im Beisein von Vertretern der Städte und Gemeinden sowie Kreis Emsland und Landesschulbehörde. Foto: Tim GallandiDie Leiter der beteiligten Schulen unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung im Beisein von Vertretern der Städte und Gemeinden sowie Kreis Emsland und Landesschulbehörde. Foto: Tim Gallandi

Meppen. Um gemeinsam ihre Unterrichts- und Qualitätsentwicklung voranzutreiben, haben sich acht Oberschulen und drei Förderschulen im mittleren Emsland zu einem Verbund zusammengeschlossen.

Ein Schulverbund in dieser Größenordnung sei einmalig im Emsland und möglicherweise auch in ganz Niedersachsen, meinte Martin Gerenkamp. „Es ist schön, dass wir als Landkreis nicht darauf drängen mussten, sondern dass der Vorschlag aus Ihren Reihen gekommen ist“, sagte der Erste Kreisrat den Vertretern der Schulen, die am Montag im Kreishaus die vorerst für ein Jahr geltende Kooperationsvereinbarung unterschrieben. So zeichne sich eine Win-win-Situation für alle ab.

Ziel sei es, erklärte Gerenkamp, Bedarfe besser zu erkennen, Angebote zu optimieren und Bildung im Emsland noch weiter zu verbessern. Aktivitäten zur Berufsorientierung, Fachkonferenzen und Fortbildungen für die Lehrkräfte, etwa zum Thema Inklusion, stehen nun auf einem gemeinsamen Lehrplan. Gleiches gilt für die Entwicklung didaktischer Ziele und die Umsetzung pädagogischer Schritte.

Austausch vorteilhaft

Völliges Neuland betreten die beteiligten Schulen damit nicht. Wie Annette Guba, Leiterin der Meppener Anne-Frank-Schule, schilderte, fanden sich schon vor einigen Jahren Vertreter mehrerer Oberschulen zum gelegentlichen Austausch zusammen. Diese Treffen hätten schnell gezeigt, „dass Zusammenarbeit hilfreich ist“.

Nun werden diese Versammlungen von informeller auf formelle Basis gestellt, und ihr Rahmen wird vergrößert. Das Feld der Möglichkeiten ist dabei laut Guba groß. Beispielsweise könnten die Schulen gemeinsam über die Intensivierung von Austauschprogrammen, etwa im Fach Französisch, beraten. Und bei Problemen sei es von Vorteil, die Kollegen der benachbarten Schulen fragen zu können, wie diese denn vorgehen, wenn irgendwo der Schuh drückt. Ein Vorbild stellten hier die Grundschulen in Meppen dar.

Neue Dimensionen

Zum neu gegründeten Schulverbund zählen als Oberschulen Anne-Frank-Schule, Kardinal-von-Galen-Schule, Johannesschule (alle Meppen), Martinus-Oberschule (Haren), Maximilianschule (Haren-Rütenbrock), Schule am See (Twist), Geschwister-Scholl-Schule (Geeste) und Bödiker-Oberschule (Haselünne). Als Förderschulen mit von der Partie sind Helen-Keller-Schule und Pestalozzischule (beide Meppen) sowie Christophorusschule (Haren).

Auf Zuspruch stößt die Zusammenarbeit bei der Landesschulbehörde. Deren Dezernent Jan Heinemann sagte, die Behörde begrüße und unterstütze solche Verbünde. Die schon bestehenden Schulnetzwerke erhielten damit neue Dimensionen, wobei die Autonomie jeder Schule unberührt bleibe. Auch für die Kommunen als Schulträger seien die Kooperationen praktisch, da sie wesentlich die Kommunikation und ein abgestimmtes Handeln aller Bildungsbeteiligter erleichterten, erklärten die Bürgermeister.

Der jetzt geschlossene Verbund ist der 20. im Landkreis Emsland. „Die Entwicklung der Bildungsregion Emsland kann man als ein Erfolgsmodell bezeichnen“, sagte Gerenkamp.


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