Hilfe im Pflegealltag Therapie-Robbe „Paro“ zu Besuch in Meppen

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Bewohner Harald Krainski beim Erstbesuch von „Paro“. Foto: Haus EmsblickBewohner Harald Krainski beim Erstbesuch von „Paro“. Foto: Haus Emsblick

Meppen. Sie ist kuschelig weich, wiegt drei Kilogramm, ist 60 Zentimeter lang und ist ein Roboter: Die Robbe „Paro“ wird in der Pflege eingesetzt und war jetzt in Meppen zu Besuch.

Der Schüler Jefta van Bekkum besucht das Drenthe College in Emmen (Niederlande) und absolviert dort eine zweijährige Ausbildung im Bereich Pflege. Im Rahmen der Ausbildung hat er einer Pressemitteilung zufolge die Therapierobbe „Paro“ jetzt im Alten- und Pflegeheim „Haus Emsblick“ der Bürgerhilfe vorgestellt.

Der den Angaben zufolge knapp 5000 Euro teure Roboter wurde schon 2004 in Japan entwickelt und weckt Erinnerungen und sorgt für Gespräche. Er könne ein Türöffner bei Menschen sein, die in ihrer Krankheit ganz in sich gekehrt und sonst nicht zu erreichen seien. In Ländern wie Japan und Dänemark werde „Paro“ bereits öfter genutzt, in Deutschland bisher selten und dann meist zur Therapie demenzkranker Menschen.

Sensoren unter dem Fell der Kuschelrobbe registrieren Berührungen, Helligkeit oder Geräusche, sogar Stimmen und damit langfristig auch personen kann der Roboter unterscheiden. Wird „Paro“ gestreichelt oder angesprochen, reagiert das Gerät mit Tönen und Bewegungen. Wird er gekrault, brummt er behaglich. Schlägt man ihn, protestiert er.

Für alle Beteiligten war der Besuch der Mitteilung zufolge eine tolle Abwechslung. Ein Dank des Hauses galt Jefta van Bekkum für sein Engagement und dem Drenthe College für die Bereitstellung der „Paro“-Robbe.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN