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25.06.2018, 14:30 Uhr KOMMENTAR

Aktion in Altenheim Meppen: Robbe Paro ist mehr als nichts

Kommentar von Carola Alge

Auf Berührungen reagiert die Robbe Paro. Archivfoto: Ludger JungeblutAuf Berührungen reagiert die Robbe Paro. Archivfoto: Ludger Jungeblut

Meppen. Was soll denn bitte ein Kuscheltier ausrichten? Setzt mehr Personal ein, gebt mehr menschliche Zuwendung. So und und ähnlich wird mancher über den Einsatz der Therapie-Robbe Paro denken, die im Alten- und Pflegeheim „Emsblick“ in Meppen vorgestellt wurde. Das aber wäre zu kurz gedacht. Ein Kommentar.

Der in Japan erschaffene Tier-Roboter soll und kann keine Tiere und schon gar nicht Menschen ersetzen. Wo aber der Einsatz zum Beispiel von Hunden – aus welchen Gründen auch immer - nicht erlaubt bzw. möglich ist, kann die weiße Kuschelrobbe durchaus den Zugang zu Betreuten, vor allem zu Demenzkranken, erleichtern. Paro ist mehr als nichts, um des Pflegepersonals bei ihrer Arbeit zu unterstützen, um die Gefühlsebene zu erreichen.

Natürlich nicht nur, aber auch dank Paro wird das Wohlbefinden Demenzkranker verbessert. Die Robbe, die sich streicheln lässt, die sich anschmiegt, die auf „Schläge“ mit Fiepen reagiert, und ihr Gegenüber mit großen Augen ansieht, schafft es, die Lebensqualität Betroffener zu verbessern. Das belegen Studien an Einrichtungen, an denen der Plüschroboter länger im Einsatz war.

Das zeigte sich auch in der Meppener Alten- und Pflegeeinrichtung. Dort war Paro nur für ein paar Stunden zu Besuch. Leider. Denn der Emotionsroboter löst Gefühle bei denen aus, die oft nur schwer zu erreichen sind, holt sie für Momente aus ihrer so eigenen Welt. Ja, Paro kann als ein Baustein des Ganzen sinnvoll sein.


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