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21.06.2018, 15:49 Uhr KOMMENTAR

Beide Seiten für gute Blutversorgung in Meppen gefordert

Kommentar von Konstantin Stumpe

Zehn Minuten, die Leben retten können. Symbolfoto: Jan Woitas/dpa-ZentralbildZehn Minuten, die Leben retten können. Symbolfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild

Meppen. Um eine ausreichende Blutversorgung sicherzustellen, sind beide Seiten gefordert: das DRK und vor allem Spender. Gelingen kann das nur über einen stärkeren Anreiz zum einen und ein stärkeres Pflichtgefühl zum anderen.

Das DRK geht bereits den richtigen Schritt und bietet vermehrt Termine am Wochenende an. So können auch mehr Berufstätige spenden, die nach einem anstrengenden Arbeitstag nicht noch mehr ausgelaugt werden wollen. Das allein reicht aber nicht. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) macht es dem DRK vor: „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein“. Mit kurzen prägnanten Slogans löst die DKMS ein Pflichtgefühl aus und macht damit den Menschen deutlich, wie einfach, aber auch wichtig eine Spende ist. Werbung des DRK gibt es in dieser Form, zumindest subjektiv betrachtet, nicht. Trotzdem sollte sich jeder auch selbst hinterfragen, ob er nicht ein wenig Freizeit opfern könnte, um mit einer Blutspende Leben zu retten.

Markus Baulke vom DRK berichtet, im Sommer nehme die Spendenbereitschaft ab, weil viele einfach das schöne Wetter genießen wollen. Das darf aber kein Argument sein, mit dem man sich vor einer Spende drückt. Denn jeder sollte im Hinterkopf behalten, dass er selbst einmal eine Spende benötigen könnte.


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