Zwei junge Männer verurteilt Amtsgericht Meppen verhängt Geldstrafen wegen versuchter Drogeneinfuhr

Von Gerd Albers

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Marihuana und andere weiche und chemische Drogen wurden bei zwei Männern gefunden, die das Amtsgericht Meppen deshalb zu Geldstrafen verurteilte. Foto: Oliver Berg/dpaMarihuana und andere weiche und chemische Drogen wurden bei zwei Männern gefunden, die das Amtsgericht Meppen deshalb zu Geldstrafen verurteilte. Foto: Oliver Berg/dpa

Meppen. Weil sie versucht hatten, Drogen nach Deutschland einzuführen, sind zwei junge Männer aus den Niederlanden vom Amtsgericht Meppen zu Geldstrafen in Höhe von 1750 und 2100 Euro verurteilt worden.

Im Rahmen einer mobilen Schwerpunktkontrolle der Bundespolizei und der niederländischen Grenzpolizei – mit Ziel der Bekämpfung von Rauschgiftdelikten – wurden zwei verdächtige Niederländer überprüft. Die Polizei durchsuchte Fahrzeug und Personen unter anderem mittels eines Drogenhundes, der auch beim Fahrer den Kontakt mit Rauschmittel anzeigte.

Bei einer genaueren Durchsuchung des Fahrzeuges fanden die Beamten 6,6 Gramm Marihuana, 1,4 Gramm Crystal Meth, 4,1 Gramm Amphetamine und 39 Ecstasy-Tabletten, also eine Mischung aus Weich- und Chemiedrogen. Diesen Sachverhalt hielt die Staatsanwaltschaft den beiden Angeklagten im Gerichtsverfahren vor.

Widersprüche aufgezeigt

Die Angeklagten widersprachen dem Vorwurf der Einführung von Betäubungsmitteln nach Deutschland. Sie führten aus, dass sie mit dem Auto eines Freundes aus Emmen auf dem Weg nach Deutschland gewesen seien, um in Meppen ein Auto zu kaufen. Die gefundenen Drogen hätten ihnen nicht gehört. Vermutlich seien sie Eigentums des Fahrzeughalters gewesen. Nach eigenen Angaben wussten sie nicht, dass sich Drogen im Fahrzeug befanden.

Diese Einlassung stand im deutlichen Widerspruch zu dem, was sie den kontrollierenden Beamten in ihrer ersten Vernehmung vor Ort erzählt hatten. Demnach, so schilderte der Polizeioberkommissar der Bundespolizei den Sachverhalt, habe der Drogenhund beim Fahrzeugführer den Kontakt mit Drogen an seiner Hosentasche angezeigt. Daraufhin habe dieser zugegeben, dass die Weichdrogen, die sich in der Mittelkonsole des Fahrzeugs befanden, ihm gehören. Die chemischen Drogen, die sich in einem Rucksack auf der Rückbank des Fahrzeugs befanden, sollten dem Fahrzeughalter gehören, den Namen konnten oder wollten die Männer vor Ort nicht nennen.

Angeblich verfahren

Hinsichtlich ihrer Fahrt nach Deutschland, so der Beamte weiter, ließen sie sich seinerzeit dahingehend ein, sich verfahren zu haben und gar nicht nach Deutschland zu wollen. Von einem Autokauf hierzulande war nie die Rede. Beide Angeklagten sind in Deutschland nicht vorbestraft, aber ihre niederländischen Strafregister wiesen bei dem einen Angeklagten sechs und bei dem anderen vier Eintragungen auf, die teilweise mit Drogendelikten zusammenhingen.

In ihrem Plädoyer wies die Staatsanwältin die Einlassung der Angeklagten als eine abgesprochene Schutzbehauptung zurück und zeigte die Widersprüche auf. Sie berief sich auf die präzisen und folgerichtigen Zeugenaussagen der beiden Polizeibeamten, sah die Anklage in vollem Umfang bestätigt und forderte für den älteren Angeklagten eine Geldstrafe von 2000 Euro und für den jüngeren 2400 Euro. Die Angeklagten meinten lediglich, dass die Geldstrafen zu hoch seien und man ja nicht verpflichtet sei, bei der Übernahme eines fremden Fahrzeuges dieses auf Drogen zu überprüfen.

Der Richter schloss sich den Anträgen der Staatsanwältin weitgehend an und verhängte für den älteren eine Geldstrafe 1750 und für den jüngeren eine Geldstrafe von 2100 Euro. Außerdem haben die beiden die Kosten des Verfahrens zu tragen.


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