Spendengelder für neue Räume 16.500 Euro helfen der Hospiz-Hilfe Meppen

Von Heiner Harnack


Meppen. „Am Domhof 21“ lautet ab sofort die neue Adresse der Hospiz-Hilfe Meppen. Für den Umzug in neue Räume hat sie 16.500 Euro von mehreren Spendern erhalten.

Bei der Hospiz-Hilfe wird allen Menschen geholfen, die Rat und Tat in der Sterbebegleitung benötigen. Ohne diesen Beistand stünden viele häufig genug in einem der bewegendsten Momente menschlichen Daseins auf verlorenem Posten.

Die neuen Räumlichkeiten befinden sich nur einen Steinwurf entfernt vom Krankenhaus Ludmillenstift, in dem sich auch der „ZeitRaum“ befindet. Hier gibt es Zimmer für Sterbende und Angehörige, die persönlicher eingerichtet werden können und eine Form der Geborgenheit für die letzte Lebenszeit eines Menschen vermitteln. „Ziel war eine optimale Verortung hospizlicher Arbeit“, erzählte die Vorsitzende der Hospiz-Hilfe, Carmen Breuckmann-Giertz.

So wachse jedes Jahr die Anzahl der Ehrenamtlichen, aber auch die der Aufgaben, erklärte sie. Darum benötige man weitere Räume für die Zukunft. Das komme dann sowohl der Trauerbegleitung, als auch der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen zugute, sagte sie. „Wir arbeiten spendenbasiert, was die Räumlichkeiten betrifft“. Die Sterbebegleitung könne man anteilig durch die Krankenkassen refinanzieren lassen.

Man sei sehr dankbar, dass Spendengelder von außen kämen. „Rückblickend können wir sagen, dass wir durch die Stadt Meppen, die Emsländische Bürgerstiftung, den Lions Club Meppen, die Allianz-Generalvertretung und die Kolpingfamilie Meppen eine große Unterstützung von insgesamt 16.500 Euro erfahren“, dankte sie allen Spendern. Das habe der Hospiz-Hilfe eine enorme Entlastung beschert und gewährleiste heute, dass die Räumlichkeiten für die Begleitung der Trauerarbeit zur Verfügung stünden, meinte Breuckmann-Giertz.

Entlastung

„Wir begleiten die Sterbenden ambulant und treffen im Zuge dieser Arbeit auf Familien, Kinder und Freunde, die in welcher Form auch immer, involviert sind“, erklärte sie. Für die Mitarbeiter der Hospiz-Hilfe könne das einen nicht zu unterschätzenden Zeit- und Arbeitsaufwand bedeuten. Trauer kenne keine Uhrzeit und setze häufig auch viel später erst ein, erzählte sie aus Erfahrung. „Unsere Begleitung ist kostenfrei und jeder, der Hilfe sucht, kann zu uns kommen“.

Sobald sich jemand melde, werde ein Erstgespräch geführt und es werde sondiert, was der Hilfesuchende oder der Sterbende benötige. Die Vorsitzende machte deutlich, dass von Seiten der Hospiz-Hilfe alles nur erdenklich Mögliche getan werde, um den Menschen in der wohl schwierigsten Situation ihres Lebens zu helfen. „Es können alle zu uns kommen, unabhängig von Nationalität, Religionszugehörigkeit, Verheiratete oder Geschiedene, Arme oder Reiche“. Am Ende eines Lebens auf dem Sterbebett zählten all diese Punkte für die Hospiz-Hilfe nicht


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