Dutzende Radler weihen Brücke ein Fuß- und Radwegebrücke über die Ems in Meppen eröffnet

Von Konstantin Stumpe


Meppen. Die neue Emsbrücke für Radfahrer und Fußgänger am Schullendamm in Meppen ist eröffnet. Dutzende Radfahrer des ADFC Meppen säumten den Radweg. Sie waren die ersten, die die Brücke nach der Eröffnung durch Meppens Bürgermeister Helmut Knurbein und Landrat Reinhard Winter überfuhren.

„Manch einer mag in den vergangenen Tagen schon versucht haben, die neue Brücke zu überqueren“, munkelte Winter in seiner Ansprache zur Eröffnung. Kaum verwunderlich, denn ursprünglich war die Eröffnung schon für November 2017 geplant. „Ich habe beobachtet, dass der Druck bei manchen Leuten da war, die Brücke schon zu testen“, sagte Winter. Alle Beteiligten hätten sich die Baumaßnahmen schneller vorgestellt.

Mehrere Verzögerungen

Aus unterschiedlichen Gründen hatte sich die Montage der Brücke mehrmals verzögert. Zuerst hatte das verantwortliche Stahlbauunternehmen die Konstruktion nicht pünktlich geliefert, dann war im April auch noch der Schwertransport mit einem 23 Tonnen schweren Brückenteil liegen geblieben. Auch bei der offiziellen Eröffnung war die Brücke noch nicht ganz fertig. „Die Beleuchtung an den Handläufen wird erst am Nachmittag montiert“, sagte Meppens Bürgermeister Helmut Knurbein.

Behindertengerecht

Im Endeffekt überwiegt für Knurbein aber das Positive. Da könne man auch mal über eine solche Verzögerung hinwegsehen. „Die Brücke rückt unser Markenzeichen ‚Meppen – Stadt am Wasser‘ noch weiter in den Vordergrund“, betonte der Bürgermeister in seiner Ansprache. Zudem verkürze die Brücke viele Wege und verbessere die Mobilität für Fußgänger und Radfahrer in der Stadt deutlich. Beim Bau der Brücke habe man laut Knurbein zudem darauf geachtet, dass sie auch für Rollstuhlfahrer zugänglich ist. Daher beträgt die maximale Steigung sechs Prozent. Und mit einer Breite von 2,50 Metern ist der Weg breit genug für Begegnungsverkehr.

Anbindung zum Naturpark Moor

Winter ergänzte, dass mit der Brücke für Radfahrer nun eine hervorragende Anbindung an den Radweg zum Naturpark Moor bestehe. „Es ist ein einzigartiges Naturerlebnis. Das kann ich nur empfehlen“, schwärmte der Landrat.

Deshalb war für die Brücke auch eine Förderung über die Ems-Dollart-Region innerhalb des Interreg-Programms „Grenzenlos Moor“ möglich. Die EU steuerte 300.000 Euro bei, die niederländische Provinz Drenthe und das Land Niedersachsen je 60.000 Euro. Insgesamt kostete die Brücke 1,085 millionen Euro.