Für Vielfalt und mehr Toleranz Grüne würdigen Arbeit des „Freiraum“ in Meppen

Empfang der Grünen: Zu Gast im „Freiraum“ des Vereins LANDLuST in Meppen. Die GRÜNE Landtagsfraktion zusammen mit den Vereinsmitgliedern. Foto: Die GrünenEmpfang der Grünen: Zu Gast im „Freiraum“ des Vereins LANDLuST in Meppen. Die GRÜNE Landtagsfraktion zusammen mit den Vereinsmitgliedern. Foto: Die Grünen

Meppen. Im Rahmen ihrer Sommertour durch den Landkreis Emsland hat die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ihren Abendempfang in den Räumen des Meppener Vereins Land LuST veranstaltet.

Die Delegation um die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Christian Meyer und Miriam Staudte sowie den Landtagsabgeordneten Julia Hamburg, Belit Onay und Dragos Pancescu würdigte damit die Kampagne für Vielfalt und mehr Toleranz, die die Grünen in ihre Regierungszeit in Niedersachsen gestartet hatten. Mit der Kampagne „Gemeinsam für Vielfalt in Niedersachsen“ hat die rot-grüne Landesregierung für zwei Jahre 2,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um sexuelle Vielfalt und geschlechtliche Identität sichtbar zu machen. Durch Gelder dieses Fördertopfes wurde die Meppener Begegnungsstätte „Freiraum“ gegründet, wofür Kim Ole Andersen in der Eröffnungsrede des Abendempfangs sehr dankte.

Mit Land LuST e.V., und weiteren regionalen Vereinen und Jugendgruppen gibt es in Weser-Ems mittlerweile viele Initiativen, die sich mit großem ehrenamtlichen Engagement für die Belange und die Gleichberechtigung der lesbischen Frauen, schwulen Männer, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen einsetzen. Die Queer- und bildungspolitische Sprecherin Julia Hamburg lobte: „Dieses Engagement verdient hohe Anerkennung und Unterstützung. Ich freue mich zu sehen, dass wir mit dieser niedersachsenweiten Kampagne auch zu einer Unterstützung und Sichtbarkeit in Weser-Ems beitragen können. Es ist schön zu sehen, wieviel in Niedersachsen in Bewegung kommt. Dieses Engagement von Land LuST, den regionalen CSD-Vereinen und vielen anderen Initiativen und Organisationen in dieser so ländlich geprägten Region gilt es weiter zu fördern, damit es nicht im Keim erstickt.“

Massentierhaltung

Der ehemalige Landwirtschaftsminister und jetzige naturschutzpolitische Sprecher der Grünen Fraktion Christian Meyer begrüßte beim Empfang in Meppen auch Vertreter der Umweltverbände und Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung. „Die Themen Überdüngung, Tier- und Gewässerschutz und Insektensterben bleiben für uns Grüne hochaktuell. Die Agrarwende und mehr Umwelt- und Tierschutz in der Landwirtschaft werden von immer mehr Bürgerinnen und Bürgern gewollt.“ Den Grünen wird daher in Umfragen mittlerweile weit vor der CDU die größte Agrarkompetenz zugesprochen. „Wichtig sind mehr Anreize für die Landwirte, wie die erfolgreiche Ringelschwanzprämie, eine Weideprämie oder sie Förderung von blühenden Landschaften für die Bienen.“ An mehrere an diesem Abend gewonnen Neumitglieder verteilte Meyer je ein Glas selbst geimkerten Honig.

Oppositionsarbeit

Für die Grünen vor Ort erwähnte der Fraktionsvorsitzende im Rat Martin Tecklenburg die hartnäckige Oppositionsarbeit in Meppen für mehr Umweltschutz und Minderheitenrechte. So wollen die Grünen den Fahrradverkehr mehr fördern und wenden sich gegen übermäßige Versiegelung von Natur und Landschaft durch große Gewerbegebiete. Auch das Abholzen wertvoller Alleebäume in Meppen stößt auf Widerstand der Grünen.


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