In Memoriam Nachruf auf den Meppener CDU-Politiker Heinz Jansen

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Den Ehrenring der Stadt Meppen überreichte Bürgermeister Helmut Knurbein (links) an seinen Vorgänger Heinz Jansen. Foto: Hermann-Josef MammesDen Ehrenring der Stadt Meppen überreichte Bürgermeister Helmut Knurbein (links) an seinen Vorgänger Heinz Jansen. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. „Wir verlieren hier einen bedeutenden Politiker“, sagte der damalige CDU-Fraktionschef Christian Wulff, als Heinz Jansen 2001 sein Landtagsmandat aufgab. Jansen, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Meppen und erster stellvertretender Landrat des Kreises Emsland ist am Montag, 4. Juni, im Alter von 78 Jahren gestorben.

Am 19. April 1940 in Bochum geboren, machte Jansen nach dem Volksschulabschluss eine Lehre als Dreher. Nebenberuflich erwarb er die Voraussetzung für das Studium an der Höheren Fachschule für Sozialarbeit in Essen. „Die Bereitschaft, Verantwortung für Andere zu übernehmen“, sei die Motivation gewesen, mitgebracht aus der katholischen Jugendarbeit und dem Engagement im Sport. Nach dem Examen absolvierte er das Anerkennungsjahr 1967 beim Jugendamt des Landkreises Meppen, wo er als Kreisjugendpfleger und Sachbearbeiter weiterbeschäftigt wurde, bis zum Wechsel zum Landesjugendamt bei der Bezirksregierung in Oldenburg 1973. 1978 bis 1986 war er Bewährungshelfer beim Landgericht Osnabrück.

Seit 1971 Mitglied der CDU, wurde er 1974 er zum Kreistagsabgeordneten im Kreis Meppen gewählt, er gehörte 1977 dem Kreistag des neu formierten Landkreises Emsland an. 1981 bis 1986 war er stellvertretender Landrat. Das Amt und sein Kreistagsmandat gab er mit seiner ersten Wahl in den Niedersächsischen Landtag auf, er wurde bis 2001 zwei Mal als Direktkandidat seines Wahlkreises wiedergewählt. Von 1996 bis 2016 war er Stadtratsmitglied in Meppen und wurde 1996 zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt. 2001 folgte die Wahl zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Meppen, bei der ihm in der Stichwahl 56,68 Prozent der Wähler das Vertrauen schenkten. 2006 trat er nicht wieder als Bürgermeisterkandidat an. Die Stadt Meppen zeichnete Jansen 2016 mit dem Ehrenring aus.

Soziale Gerechtigkeit war ihm stets ein Anliegen, das zeigte sich nicht nur an Ämter wie sozialpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und dem Vorsitz im Sozialausschuss des Kreistags. Jansen setzte sich besonders für die Städtepartnerschaft mit Ostroleka in Polen ein, von 2007 bis 2017 war er Vorsitzender des Partnerschaftskomitees. Der Stadtrat von Ostroleka hat ihm dafür 2016 die „Medaille für besondere Verdienste der Stadt“ verliehen, die höchste Auszeichnung, die er vergeben kann. Stadtpräsident Janusz Kotowski sagte bei der Ehrung, Jansen besitze die „besondere Fähigkeit, das Gute und Schöne im Menschen zu sehen“.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN