Aktion Wünschewagen erfüllt Träume Oli sammelt Spenden in Meppen auf Radtour durch Deutschland

Von Heiner Harnack

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Einen Stop auf seiner Spendentour durch Deutschland legte Oliver Trelenberg (Mitte) auf dem Marktplatz ein. Dort wurde er von Annelene Ewers und Helmut Knurbein empfangen. Foto: Heiner HarnackEinen Stop auf seiner Spendentour durch Deutschland legte Oliver Trelenberg (Mitte) auf dem Marktplatz ein. Dort wurde er von Annelene Ewers und Helmut Knurbein empfangen. Foto: Heiner Harnack

Meppen. Seit dem Jahr 2015 ist Oliver Trelenberg mit seinem Rad kreuz und quer durch Deutschland für den Guten Zweck unterwegs. Er sammelt Spenden für das Projekt Wunschewagen, dass schwerkranken Menschen ihren letzten Wunsch erfüllen will. Nun macht er Halt in Meppen, inklusive Übernachtung.

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad erreichte Oliver Trelenberg aus Rheine kommend den Marktplatz. Dort begrüßte ihn Bürgermeister Helmut Knurbein. „Der Hagener Oberbürgermeister Erik Schulz ist der Schirmherr bei der Benefiz-Reise zugunsten des Wünschewagens und hatte im Vorfeld alle Städte angeschrieben, die auf meiner Tour liegen“, erklärte Oli, wie er von allen kurz genannt wird.

Letzter Wunsch

Trelenberg erzählte, dass der Wünschewagen ein speziell konzipierter, voll ausgerüsteter Krankentransportwagen sei, der aber von außen als ein solcher nicht zu erkennen sei. Oft träten in den letzten Lebensmonaten eines schwer Erkrankten unerfüllte Wünsche und Träume auf, die man dann zu erfüllen versuche, erklärte Oli dem Meppener Bürgermeister und Annelene Ewers, Vorsitzende des Krebsfonds des Krankenhauses Ludmillenstift. „Das kann einfach eine schöne Fahrt an einen für diesen Menschen bedeutsamen Ort, ein Konzert oder ein Familientreffen sein.“

Schwere Krankheiten überwunden

Den Wünschewagen begleiten dabei qualifizierte Kräfte, die bei einem eventuell auftretenden Notfall sofort eingreifen können. Oliver Trelenberg, den selbst mehrfach schwere Schicksalsschläge, wie eine Alkoholerkrankung, Depressionen und Kehlkopfkrebs schon fast niedergerungen hatten, entdeckte im Jahr 2009 das Fahrradfahren und die damit verbundenen positiven Einflüsse auf sein Leben. Jetzt stand ein Mann auf dem Marktplatz, den jeder Außenstehende eher als einen durchtrainierten Ausdauersportler beschreiben würde.

Kein E-Bike

Helmut Knurbein stellte als passionierter Radler sofort fest, dass sein Gast nicht per E-Bike unterwegs ist. „Ich bin häufig in Kliniken und Selbsthilfegruppen zu Gast und da kann man dann nicht mit einem E-Bike vorfahren“, meinte Oli, dessen Tour ihn in diesem Jahr von Baden-Württemberg über Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig Holstein und Mecklenburg-Vorpommern nach Berlin führen soll. „Am 30. Juni um kurz nach 15 Uhr möchte ich dann am Brandenburger Tor sein“, so der Mann aus Hagen. Eigentlich hatte der Radler geplant, zum Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, zu fahren. Wie alle belustigt feststellten, sei das aber nach dem dortigen legendären Auftritt von Hape Kerkeling als Beatrix, Königin der Niederlande, nicht mehr möglich. „Ich möchte Menschen ermutigen und gemeinsam mit ihnen die Zukunft der Wünschewagen sichern“, gab Trelenberg das einfache Ziel aus, möglichst viel Geld auf der rund 2500 Kilometer langen Tour einzusammeln.

Die gesamte Tour von Oli kann im Internet unter www.oli-radelt.de nachverfolgt werden. Dort gibt es auch mehr Infos zum Spendenkonto.


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