Bilanz der Nachbarschaftshilfe Gartenarbeit in Meppen der absolute Renner

Von Hermann-Josef Mammes

Über das Angebot der Nachbarschaftshilfe Meppen referierte Guido Sundag. Foto: Hermann-Josef MammesÜber das Angebot der Nachbarschaftshilfe Meppen referierte Guido Sundag. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Eine imposante Bilanz hat der Geschäftsstellenleiter der Nachbarschaftshilfe Meppen, Guido Sundag, präsentiert. Inzwischen zählt der vor einem Jahr gegründete Verein bereits 410 Mitglieder.

In der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Jugend, Sport und Senioren ging Sundag auf die weiteren Details ein. „Der Verein wurde am 14. März 2017 gegründet.“ Hauptinitiator sei sicherlich der heutige Vorsitzende Franz Holtgreve gewesen. Dieser habe mit „seiner bekannten Hartnäckigkeit“ die notwendigen Fördergelder über die Stadt Meppen, den Landkreis Emsland sowie die Sparkassenstiftung von insgesamt 30.000 Euro gesammelt.

Vormittags geöffnet

So konnte am 15. Mai 2017 bereits die Geschäftsstelle Am Propst-Busch 5 bezogen werden. Diese habe montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Unterstützung erfährt die Arbeit durch das Deutsche Rote Kreuz als starken Partner. Laut dem Geschäftsstellenleiter will sich der Verein zukünftig finanziell selbst tragen.

Überwartungen übertroffen

Ein wichtiges Standbein sind die Mitgliederbeiträge. Für die Jahresmitgliedschaft in der Nachbarschaftshilfe Meppen zahlen Einzelpersonen 36 und Ehepaare 48 Euro. Dabei sagte Sundag auch: „Die Resonanz hat all unsere Erwartungen übertroffen.“ Die Geschäftsstelle führt die Helfer und Hilfesuchenden zusammen. Der kürzeste Arbeiteinsatz beträgt 15 Minuten. Die Kostenpauschale pro Stunde beträgt 9 Euro. Die Hilfeleistungen reichen vom Einkaufen über den Glühbirnenwechsel bis hin zur leichten Gartenarbeit. Auch die Fahrdienste werden rege in Anspruch genommen. Hierfür fallen pro gefahrenen Kilometer noch einmal 30 Cent an.

Helfer gesucht

„Die Gartenarbeit ist der absolute Renner“, sagte der Mitarbeiter der Nachbarschaftshilfe den Stadtratspolitikern. Hier gingen dem Verein bereits langsam die Helfer aus. Es gebe offene Aufträge. Nach seinen Ausführungen leisteten die Helfer im vergangenen Jahr 962 Stunden, in diesem Jahr waren es allein in den ersten vier Monaten bereits 503 Stunden. Überrascht sei er zudem, dass viele Senioren online ( www.nachbarschaftshilfe-meppen.de) den Kontakt aufnehmen.

Nachfrage auf Dörfern geringer

Außer in Meppen würden Hilfen zudem in Dalum und Haren geleistet. Dabei sei die Nachfrage in den Meppener Dörfern generell geringer.

Gute Einrichtung

Für die CDU-Fraktion sprach Marlies Gruber von einer „guten Einrichtung“. Aus ihrem Bekanntenkreis habe sie bislang nur positive Rückmeldungen über den Einsatz der „freundlichen Helfer“ gehört. Sundag sagte auf Nachfrage, dass es bislang keine Beschwerden von Taxibetrieben sowie Gartenbaubetrieben gebe. Lob gab es für Geschäftsstellenleiter Sundag vom DRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Hövelmann. „Er gebt voll in der Aufgabe auf.“