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Landkreis verweist auf Runderlass Wer regelt Hitzefrei an den Schulen im Emsland?

Von Carola Alge

Leere Klassenräume wegen zu großer Hitze? Ein Erlass regelt, wann Schüler frei haben.  Symbolfoto: Caroline Seidel/dpaLeere Klassenräume wegen zu großer Hitze? Ein Erlass regelt, wann Schüler frei haben. Symbolfoto: Caroline Seidel/dpa

Meppen. 33 Grad, bis zum frühen Abend strahlend blauer Himmel. Der Mai zeigt sich von seiner Top-Seite. Ein Vorsommer-Vergnügen für den, der nicht arbeiten oder zur Schule gehen muss. Wer aber bestimmt, wann es hitzefrei an den Schulen in unserer Region gibt? Unsere Redaktion hat beim Landkreis Emsland nachgefragt.

Dort wird auf den Runderlass des niedersächsischen Kultusministeriums aus dem Jahr 2013 verwiesen, der das Vorgehen bei Unterrichtsausfalls wegen besonderer Wetterbedingungen regelt. Dazu gehören neben Straßenglätte, Schneeverwehungen, Hochwasser und Sturm auch hohe Temperaturen. Die emsländischen Schulen seien über das entsprechende Vorgehen in diesen Fällen durch den Landkreis Emsland informiert worden, so Kreis-Pressesprecherin Anja Rohde.

Träger der Schülerbeförderung informieren

Im Runderlass heißt es, dass für einzelne oder alle Klassen von Schulen des Primarbereichs und des Sekundarbereichs I durch die Schulleitung Hitzefrei gegeben werden kann, wenn der Unterricht durch hohe Temperaturen in den Schulräumen erheblich beeinträchtigt wird und andere Formen der Unterrichtsgestaltung nicht sinnvoll erscheinen. Über die vorzeitige Beendigung des Unterrichts sei der Träger der Schülerbeförderung, hier der Fachbereich Bildung des Landkreises Emsland, sofort zu informieren.

Die Schülerbeförderung müsse gewährleistet sein. „Hierbei ist zu bedenken, dass die Schülerbeförderung im Landkreis Emsland weitestgehend im öffentlichen Personennahverkehr durchgeführt wird. Dies führt dazu, dass eine kurzfristige Beförderung nur bedingt umgesetzt werden kann“, erklärte Rohde weiter.

Aufsichtspflicht

Darüber hinaus sehe der Runderlass vor, dass Aufsichtspflichten erfüllt werden. Die Schülerinnen und Schüler müssten auch bei vorzeitiger Beendigung des Unterrichts bis zum Verlassen der Schule beaufsichtigt werden. Im Primarbereich dürften Schülerinnen und Schüler nur nach vorherige Zustimmung der Erziehungsberechtigten nach Hause entlassen werden.


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