„Es hat das ,Warum?‘ gefehlt“ Meppener Schülerin gewinnt den Schülerpreis 2018

Von David Hartmann

Über den Schülerpreis freut sich Hanna Bruns mit (v. l.) Landrat Reinhard Winter, Hermann Bröring, Christian Lonnemann, Norbert Möhn und Christoph Migura. Foto: David HartmannÜber den Schülerpreis freut sich Hanna Bruns mit (v. l.) Landrat Reinhard Winter, Hermann Bröring, Christian Lonnemann, Norbert Möhn und Christoph Migura. Foto: David Hartmann

Meppen. Die Schülerin Hanna Bruns aus Meppen hat für ihre überarbeitete Seminarfacharbeit zum Thema „St. Vitus Werk Meppen – eine Erfolgsgeschichte?“ den Schülerpreis der Emsländischen Landschaft für Kultur und Geschichte gewonnen. In der Aula des Gymnasiums Marianum in Meppen fand die Preisverleihung statt.

„Der erste Platz kam für mich total überraschend. Mein Seminarfachlehrer hat bei mir angerufen und gesagt, dass ich gewonnen hätte. Ich konnte es nicht glauben, war aber sehr glücklich“, berichtet Hanna Bruns. Während ihren Recherchen habe sie anfänglich im Internet gesucht und sei auch schnell auf die Chronik des St. Vitus Werks gestoßen. „Es standen zwar alle wichtigen Daten und Ereignisse dort verzeichnet, aber es hat das ,Warum?‘ gefehlt und da habe ich weiter recherchiert“, sagt die Schülerin.

Neuer Blickwinkel

Genau dieses Nachforschen unter Einbezug von vielen Zeitzeugen lobten Jury und Hermann Bröring, Präsident der Emsländischen Landschaft, besonders. „Wichtig für diesen Preis ist es, dass sich die Arbeit durch ihre Eigenständigkeit auszeichnet. Es war einfach ein neuer Blickwinkel, gerade von jungen Menschen, auf solche Themen nötig. Das ist der Sinn des Schülerpreises“, verrät Bröring. (Weiterlesen: Emsländische Landschaft will immaterielles Kulturerbe bewahren)

Mit dem Preis solle eine angemessene Wertschätzung an die Arbeit des Siegers gezeigt werden. „Unsere Jury hat sechs Arbeiten aus den verschiedensten Gebieten und Themenfeldern ausgewertet. Ein breites Spektrum, dass die Geschichte dieser Region als spannendes Forschungsfeld zeigt“, berichtet der Bröring weiter.

Siegesserie des Marianum

Dass der Preis an den Meppener Schulen ernst genommen wird, zeigt die hohe Anzahl der Teilnehmer. Außerdem ging der Preis zum dritten Mal in vier Jahren an das Gymnasium Marianum. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Schüler so erfolgreich sind“, erklärt der Seminarfachlehrer für Inklusion, Christoph Migura. „Die Beiträge für den Preis haben alle Ursprung in den schulischen Seminarfächern, die einen Blick auf die heimatnahe Lebenswelt richten. Es soll aber auch einen Anschub geben, die fertige Arbeit nochmals nachzufeilen und möglichst das Optimum zu erreichen.“ Zudem sollen das soziale Lernen und die sozialen Kompetenzen gestärkt werden. „Deshalb führen wir auch jährlich ein mehrwöchiges Sozialpraktikum mit unseren Schülern durch“, ergänzte der stellvertretende Schulleiter Norbert Möhn.


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