Verdacht des Bandendiebstahls Prozessauftakt am Landgericht nach Autoklau in Haren

Von Horst Troiza

Ein Angeklagter muss sich wegen des Vorwurfs des schweren Bandendiebstahls vor Gericht verantworten. Symbolfoto: Michael GründelEin Angeklagter muss sich wegen des Vorwurfs des schweren Bandendiebstahls vor Gericht verantworten. Symbolfoto: Michael Gründel

Haren/Osnabrück. Vor dem Landgericht Osnabrück ist das Verfahren gegen einen 43-Jährigen wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls eröffnet worden. Zusammen mit anderen soll der Angeklagte in die Geschäftsräume von Autohäusern eingedrungen und für den Diebstahl von acht Fahrzeugen verantwortlich sein. Bei einer Tat in Haren wurden allein vier dieser Autos entwendet.

Das Autohaus in Haren wurde im Oktober 2016 Schauplatz einer der Taten. Mehrere Täter sollen in der Nacht eine Fensterscheibe an der Rückfront des Autohauses eingeschlagen haben und seien so in die Geschäftsräume gelangt. Sie brachen einen Schlüsselschrank auf und entnahmen daraus die Schlüssel von vier Fahrzeugen, mit denen sie dann davongefahren sein sollen. Bei den gestohlenen Fahrzeugen handelt sich um zwei der Marke Ford, eines der Marke VW und einen BMW. Nachdem die Fahrzeuge von den Dieben auf einem Parkplatz in den Niederlanden abgestellt worden waren, konnten sie bereits am nächsten Morgen von der Polizei sichergestellt werden.

Angeklagter leugnet Tat

Der Angeklagte bestreitet, bei diesem Diebeszug mitgewirkt zu haben. Dieser sei von einem seiner Komplizen, einem niederländischen Staatsbürger, zusammen mit anderen begangen worden. Der Niederländer, nach dem eine Weile nach Auffliegen der Bande gefahndet worden war, ist inzwischen dingfest gemacht worden und befindet sich in Untersuchungshaft. Gegen ihn soll zu einem späteren Zeitpunkt im jetzt begonnenen Verfahren mitverhandelt werden.

Geklautes Auto bleibt liegen

Der 43-jährige Hauptangeklagte widersprach zudem, an einem weiteren Einbruch, diesmal in ein Autohaus in Twist, beteiligt gewesen zu sein. Dort war neben anderen Gegenständen ein Pkw der Marke Audi gestohlen worden. Auch dieser Diebstahl war nicht von Erfolg gekrönt, denn das Auto war in Emmen an einer Tankstelle liegengeblieben. „Ich bin angerufen worden, ob ich den Wagen wieder in Fahrt kriegen kann und bin dort hingefahren. Beim Einbruch und dem Diebstahl war ich nicht dabei“, so der Angeklagte.

Geständnis anderer Einbrüche

Drei andere Straftaten gestand der Angeklagte jedoch: Die Einbrüche in einen Landhandel in Emlichheim, ein Autohaus in Itterbeck sowie in ein Privathaus in Uelsen, wo ein Pkw der Marke Kia gestohlen worden war.

Das Verfahren wird fortgesetzt.