Dank an Ehrenamt 1600 Beratungen: SkF Meppen zieht Jahresbilanz

Von Adelheid Schmitz

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Die Jahreshauptversammlung des Sozialdienst katholischer Frauen Meppen – Emsland Mitte (SkF) hat im Propsteigemeindehaus stattgefunden. Foto: Adelheid SchmitzDie Jahreshauptversammlung des Sozialdienst katholischer Frauen Meppen – Emsland Mitte (SkF) hat im Propsteigemeindehaus stattgefunden. Foto: Adelheid Schmitz

asm Meppen. Der Sozialdienst katholischer Frauen Meppen–Emsland Mitte (SkF) hat Jahresbilanz gezogen. 1600 Personen haben 2017 Beratung gesucht und gefunden.

Bei der Jahreshauptversammlung im Propsteigemeindehaus hob Vereinsvorsitzende Walburga Nürenberg hervor, dass im vergangenen Jahr die Hilfsangebote besonders von Menschen mit Migrationshintergrund stark in Anspruch genommen wurden. Der Haselünner Treff „Mamma Mia“ wurde auf der Veranstaltung vorgestellt.

„Wir sind für alle da, unabhängig vom Alter, Geschlecht, Nationalität und Konfession“, betonte Nürenberg, bevor sie sich bei 131 ehrenamtlichen Mitarbeiter und 27 hauptamtlich Beschäftigten für ihren Einsatz bedankte. „2017 suchten 1600 Personen Beratung beim SkF, was in etwa den Zahlen des Vorjahres entspricht“, berichtete Nürenberg weiter. Als Beispiel nannte sie die Aufnahmen im Frauen- und Kinderschutzhaus. Hier seien im vergangenen Jahr 49 Frauen mit 56 Kindern aufgenommen worden. Im Jahr zuvor waren es 42 Frauen mit 50 Kindern. Von den aufgenommenen 49 Frauen hatten 30 einen Migrationshintergrund.

Durch die BISS Meppen (Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt) wurden 490 Opfer häuslicher Gewalt beraten, darunter auch 74 männliche Opfer, und 151 Frauen mit Migrationshintergrund aus 27 verschiedenen Ländern. Im Bereich der Schwangerschaftsberatung gingen die Beratungszahlen von 411 auf nun 372 leicht zurück, auf das durchschnittliche Niveau der Vorjahre. „Dies ist mit der gesunkenen Zahl der Asylanträge im Landkreis Emsland und der leicht rückläufigen Zahl der Geburten erklärbar“, sagte Nürenberg.

Sozialberatung

Im Bereich allgemeine Sozialberatung suchten 117 Personen den Kontakt zum SkF, 50 davon aufgrund finanzieller Probleme (Energie- Mietschulden oder kein Geld für Lebensmittel). Der Verein, der auf Spendengelder angewiesen ist, kann über den Soforthilfefonds des SkF, mit kleinen Beträgen schnell und unbürokratisch, finanzielle Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Zu weiteren Aufgaben gehörten Schulungen für ehrenamtlich Tätige und Vortragsreihen. Im Bereich sexualpädagogische Arbeit wurden in 25 Veranstaltungen 556 junge Menschen erreicht.

SkF-Mitarbeiterin Melanie Triphaus stellt das in Haselünne angesiedelte Projekt „Mamma Mia – offener Treff für Schwangere und Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr“, vor. „Es handelt sich bewusst um keine feste Gruppe, es ist ein offener loser Treff, zu dem man unangekündigt kommen kann.“ Regelmäßig mittwochs, von 9.30 bis 11.30 Uhr, treffen sich Interessierte im Haus der Begegnung, Krummer Dreh 21, in Haselünne.

Bei Café-Atmosphäre besteht die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, aber auch Rat und Hilfe bei allen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Leben mit dem Kind zu erhalten. Der Treff, der seit zwei Jahren besteht, dient als Anlaufstelle in der neuen Lebensphase, er wird von Fachkräften begleitet.

Vorstandsmitglied Marianne Robben kündigte zwei Veranstaltungen an. Der SkF organisiert am 25. Mai einen Vereinsausflug zur Kunsthalle nach Emden und das erstmalig 2017 durchgeführte „Diner en Blanc“, Picknick für den guten Zweck, wird in diesem Jahr wiederholt. Es findet am 10. August am Heimathaus in Versen statt.

Unter der Telefonnummer des SkF 05931/98410 können Beratungstermin vereinbart werden.


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