Baumaßnahmen am Ludmillenstift Meppener Bettenhaus wird bis Ende 2018 fertig

Von Tobias Böckermann


Meppen. Das Meppener Ludmillenstift wird seit vielen Jahren erweitert – 60 Millionen Euro kostet das Gesamtpaket inklusive dem Neubau eines Bettenhauses. Auch der Eingangsbereich wird umgestaltet – bis Ende 2019 soll alles fertig sein.

Das hat Verwaltungsdirektor Wilhelm Wolken jetzt auf Anfrage mitgeteilt. Unter anderem soll der Eingangsbereich im kommenden Jahr zum „Ludmillenplatz“ umgestaltet werden. Bis dahin sind noch zahlreiche andere Arbeiten zu erledigen, unter anderem müssen sämtliche Versorgungsleitungen neu verlegt werden.

„Die besondere Herausforderung bestand und besteht auch weiterhin in der Erweiterung und Sanierung eines bestehenden Krankenhauses und dem etappenweisen Umzug der Einzelabteilungen – und das alles bei laufendem Betrieb“, sagt Wilhelm Wolken. Insgesamt sei ein Bauvolumen von 28.0000 Quadratmetern in Angriff genommen worden, große Teile seien bereits fertiggestellt, etwa die Erweiterung des Funktionstraktes mit einer zusätzlichen Station und einer Intensiveinheit. Außerdem seien neue medizintechnische Geräte angeschafft, ein weiterer OP-Saal mit entsprechendem Aufwachraum mit 14 Plätzen sowie eine neue Energiezentrale mit einer Notstromanlage gebaut worden. Auch Betriebskrippe und Tiefgarage seien schon in Betrieb.

Ausbau mit Hochdruck

Nun werde mit Hochdruck am Ausbau des Bettenhauses gearbeitet, das insgesamt 150 Patienten ein „angemessenes Umfeld hinsichtlich der Unterbringung bieten soll“. Die Inbetriebnahme war eigentlich für das erste Halbjahr 2018 geplant, „aber es sieht im Moment wohl so aus, dass wir frühestens in der zweiten Hälfte 2018 die Stationen in Betrieb nehmen können“, berichtet der Verwaltungschef. Der Grund: „In den Baufachgewerken ist die Situation nicht anders als im Gesundheitswesen: es fehlen überall Fachkräfte.“

So sieht das Umfeld des Ludmillenstiftes Ende 2019 aus.

Insofern müsse man Bauverzögerungen in Kauf nehmen und das betreffe auch das neue Foyer mit der entsprechenden zentralen Notfallaufnahme. „Auch hier müssen erst einzelne Abteilungen in den Neubau umziehen können, damit wir in der vorhandenen Substanz die notwendigen Aus- und Umbauarbeiten durchführen können.“

Ende des Jahres

Diese Arbeiten werden nach Wolkens Angaben bis zum Ende des Jahres soweit abgeschlossen, dass auch die Umfeldgestaltung vor dem Krankenhaus in Angriff genommen werden könne. Dabei solle die Ludmillenstraße in großem Teil als „Ludmillenplatz“ umgestaltet werden. Zu diesem Zweck sollen die bisher vorhandenen Parkplätze teilweise entfallen und ein Außenbereich für die Gastronomie sowie ein Raucherpavillon geschaffen werden. Außerdem entsteht ein direkter, als Rampe ausgebildeter Fußweg über den Propsteiplatz Richtung Innenstadt.

Die Zufahrten zur Tiefgarage und zum Versorgungshof des Ludmillenstiftes werden neu angelegt und mit zwei Einfahrten versehen. In diesem Zusammenhang müssen auch die gesamten Ver- und Entsorgungsleitungen im Baufeld der Ludmillenstraße erneuert werden. „Auch hier gibt es also noch viel zu tun, sodass wir am Ende damit rechnen, dass wir für die jetzigen Planungs- und Baumaßnahmen noch bis Ende nächsten Jahres brauchen“, sagt Wolken.

Und auch nach Abschluss dieser Baumaßnahmen wird wohl keine vollkommene Ruhe einkehren am Ludmillenstift: „Weitere Projekte sind bereits in Planung.“


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