Gefahren schnellstmöglich abwehren Neues Leitsystem für Rettungskräfte an Meppener Schule

Von Heiner Harnack

An der Kardinal-von-Galen-Schule soll das neue Orientierungssystem für Einsatz- und Rettungskräfte schnellstmögliche Hilfe bringen. (v.l.) Martina Schümers, Helmut Knurbein, Christian Golkowski, Hartmut Bruns, Annette Guba, Melanie Eßer und Olaf Längert werben für die neue Orientierungshilfe an Meppener Schule. Foto: HarnackAn der Kardinal-von-Galen-Schule soll das neue Orientierungssystem für Einsatz- und Rettungskräfte schnellstmögliche Hilfe bringen. (v.l.) Martina Schümers, Helmut Knurbein, Christian Golkowski, Hartmut Bruns, Annette Guba, Melanie Eßer und Olaf Längert werben für die neue Orientierungshilfe an Meppener Schule. Foto: Harnack

Meppen. Ein neues Orientierungssystem für Einsatz- und Rettungskräfte soll die Sicherheit an der Kardinal-von-Galen-Schule (KvG) erhöhen. Im Einsatzfall können Sanitäter, Feuerwehrleute und Polizeibeamte nun schneller an den Einsatzort gelangen. Das neue System an der Oberschule wurde nun vorgestellt.

Wer die Schule an der Bokeloher Straße betritt, wird im ersten Moment keine optischen Veränderungen feststellen können. Erst bei genauem Hinsehen erkennt der Besucher blaue Schilder mit weißer Schrift wie „T 3 Heizungskeller“ oder einfach „E 3“. Was es genau damit auf sich hat, wurde während eines Pressetermins vorgestellt.

Lehren aus Messerattacke

Nach der Messerattacke eines Schülers auf eine Lehrerin in Baden-Württemberg, sei dieses System entwickelt worden, erklärte der Vertreter der Polizei, Hartmut Bruns. „Das Problem ist, dass keiner weiß, wohin man sich bewegen muss“, legte Bruns die Beweggründe für die Anschaffung der Orientierungshilfe dar. „Wir warten heute nicht mehr, bis genug Kräfte vor Ort sind, sondern versuchen, sofort einzugreifen.“ Da müsse man natürlich wissen, wo etwas passiert sei, so der Beamte weiter. Hier ginge es aber nicht nur um Prävention von Gewalttaten, sondern um sämtliche Notfalleinsätze, die vorkommen könnten.

Andere Schulen ziehen mit

„Wir sind natürlich der Stadt Meppen sehr dankbar, dass sie unsere Vorschläge aufgenommen hat“, meinte Bruns, der auf die Sicherheitspartnerschaft mit der Kreisstadt hinwies. So hätten mittlerweile die Helen-Keller-Schule, die Oberschule in Haren und die Anne-Frank-Schule das System erhalten. „Der Einsatzleiter kann so per Funk die Rettungskräfte zum genauen Ort führen, ohne dass diese lange in irgendwelchen Plänen oder Karten vor Ort suchen müssen“, wies Bruns auf eine schnellstmögliche Bewältigung einer Gefahr hin. Besonders wichtig seien die Hausmeister, da diese jeden Winkel einer Schule kennen würden, zeigte der Polizist auf, wie wichtig erfahrenes Personal vor Ort sei. „Wir haben wirklich jeden einzelnen Raum und jeden Flur in Augenschein genommen“, machte der Redner deutlich, dass alleine der zeitliche Aufwand sehr groß gewesen sei, um die KvG möglichst sicher zu machen.

Hilfe auch bei Elternsprechtagen

Nachdem alle Beteiligten, Schule, Stadt Meppen, Rettungsleitstelle der Feuerwehr und Polizei auf die Pläne geschaut hätten, seien dann die Schilder angebracht worden. „Natürlich hilft dieses System auch bei Elternsprechtagen oder anderen Veranstaltungen“, wies der erfahrene Beamte darauf hin, dass es nicht immer Gefahrensituationen sein müssten. Christian Golkowski vom Sport- und Jugendamt der Stadt Meppen erklärte, dass in diesem Jahr noch die Paul-Gerhardt-Schule, die Maria-Montessori-Schule, die Marienschule, die Johannes-Gutenberg-Schule und die Overberg-Schule diese Orientierungshilfe erhalten würden. Bürgermeister Helmut Knurbein wies darauf hin, dass es innerhalb der Politik überhaupt keine Diskussionen gegeben habe und man sofort entschieden habe, dabei zu helfen, die Meppener Schulen sicherer zu machen.