Kameras sollen 2019 kommen Meppener Bermurdadreieck wird videoüberwacht

Die Videoüberwachung soll ausschließlich zu Zeiten erfolgen, an denen erfahrungsgemäß die häufigsten Rechtsverstöße begangen werden. Archivfoto: Torsten AlbrechtDie Videoüberwachung soll ausschließlich zu Zeiten erfolgen, an denen erfahrungsgemäß die häufigsten Rechtsverstöße begangen werden. Archivfoto: Torsten Albrecht

Meppen. Das Kneipenviertel an der Bahnhofstraße in Meppen ist beliebter Treffpunkt für Partygänger und Nachtschwärmer. Leider kommt es im „Bermuda-Dreieck“ immer wieder zu Gewaltdelikten – denen die Stadt nun per Videoüberwachung begegnen möchte.

Nachdem Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Verunreinigungen im Jahre 2009 einen Höchststand erreicht hatten, schlossen sich Stadt, Polizei und Jugendamt in einer Projektgruppe zusammen. In Abstimmung mit den anliegenden Wirten wurde ein Maßnahmenpaket geschnürt, das eine erhöhte Polizeipräsenz, Aufenthaltsverbote für mehrfach auffällig gewordene Täter, gemeinsame Kontrollen und gemeinsame Hausverbote der Wirte beinhaltete (wir berichteten). „Die Maßnahmen zeigten Wirkung und die Zahl der Gewaltdelikte ging deutlich zurück“ heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Mehr Straftaten

Die positive Entwicklung hatte bis 2017 Bestand; aktuelle Zahlen zeigen eine steigende Tendenz auf. Vor diesem Hintergrund wurden erneut Maßnahmen erörtert. Neben einer verstärkten Polizeipräsenz und gemeinsamen Hausverboten wurde eine Videoüberwachung des Außenbereichs vorgeschlagen. Diese Maßnahme wird insbesondere von der Polizei Meppen als wirksames Mittel eingestuft. „Mit der Videoüberwachung wurden in der Stadt Emden mit vergleichbaren Gegebenheiten Erfolge erzielt“, sagte Kommissariatsleiterin Martina Schümers im Ausschuss für Verkehr, Sicherheit und Feuerwehr.

Kosten von maximal 70.000 Euro

Bei einer solchen Thematik werde schnell die Frage nach datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten laut. „Die rechtlichen Voraussetzungen für eine Videoüberwachung im Dreieck liegen vor“, sagte Bürgermeister Helmut Knurbein. Die Aufzeichnung und Auswertung der Aufnahmen obliege jedoch ausschließlich der Polizei. Die Überwachung werde nur zu Zeiten erfolgen, an denen erfahrungsgemäß die häufigsten Rechtsverstöße begangen werden. Erste Kostenschätzungen für die Einrichtung eines solchen Systems belaufen sich auf 50.000 bis 70.000 Euro.

Mehrere Mitglieder des Fachausschusses begrüßten die Maßnahme. Sollte der Stadtrat entsprechende Haushaltsmittel bereitstellen, könnte die Installation der Videoanlage im kommenden Jahr erfolgen.