Sensibel und voller Dynamik Camille Bloom zieht Zuhörer in Meppen in ihren Bann

Von Gerd Mecklenborg

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Zum dritten Mal begeisterte Camille Bloom ihre Fans im Meppener Musik-Café Koppelschleuse. Foto: Gerd MecklenborgZum dritten Mal begeisterte Camille Bloom ihre Fans im Meppener Musik-Café Koppelschleuse. Foto: Gerd Mecklenborg

Meppen. Zum dritten Mal haben die Initiatoren der Café Koppelschleuse Konzertreihe die ausgezeichnete Sängerin und Gitarristin Camille Bloom in Meppen begrüßen dürfen, und die Folkbardin hat sich sichtlich gefreut, „again in Möppen zu sein“.

Leider hat das warme Frühlingswetter doch einige Musikfreunde davon abgehalten ins Café zu kommen, und die haben deshalb einen rundum schönen Folkmusic-Abend verpasst. Denn einmal mehr hat Camille Bloom ausdruckstark hörbar gemacht wie tief gute Folkmusik unter die Haut gehen und Seelen berühren kann.

Camille Bloom gastiert in den renommiertesten Clubs der USA und startet regelmäßig ausgedehnte Europatourneen. In diesem Jahr ist sie allerdings mit ihrem Soloprogramm und nur mit ihrer Gitarre im Gepäck unterwegs.

In Meppen begeistert Bloom erneut mit einer dynamischen, sehr ausdruckstarken Stimme und dem für sie typischem, percussivem Gitarrenspiel. Mal klingt ihre Stimme sensibel leise, romantisch, fast zierlich, dann wieder voll Power, begleitet von rockigen Gitarren-Riffs. In ihren poetischen Texten finden sich immer wieder politische und sozialkritische Botschaften. Sie macht sich über den Social Media Hype lustig und sinniert danach gleich ergreifend über tiefsitzende seelische Wunden. In konzentrierter Stille und bewegt lauscht das Publikum der Musik mit diesen wunderschönen gefühlvollen Texten.

Camille kann aber auch kernige Countrymusic und bluesige Nummern, wie etwa beim „Cowboysong“ mit dem sie ihren Meppener Gig startet. Sie singt mit viel Selbstironie über ihre Wehwehchen bei „Growing Up“ und kommuniziert immer wieder humorvoll mit dem Auditorium, so über das „gute gesunde deutsche Essen“ und den Charme der norddeutschen Region.

Auf der Setlist hat sie einige Songs aus ihrem Album mit umarrangierten Coversongs, bei denen sie das Publikum motiviert mitzusingen. Klappt sogar ganz gut, und so gibt es immer mal wieder lustige Passagen im Verlauf des Gigs. „Es klingt, als ob ich den Backgroundchor meiner Band mitgenommen hätte“, lobt die Sängerin ihre Fans. Viel Beifall gibt es schon nach dem ersten Set. Ihre „Zweite Halbzeit“ startet Bloom mit „Mamas Broken Heart“, einer wunderschönen Ballade und schließt ihn mit einer tollen Variante von Johnny Cashs „Ring of Fire“ und der rockigen Eigennummer „Goodbye“ ab. Mit lautem Beifall und Zugabrufen, die natürlich erfüllt wurden, verabschiedete das Meppener Publikum den immer wieder gern gesehenen Gast im Café Koppelschleuse.


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