Gespräch über Jugend und Europa Meppener Schüler treffen in Paris Bürgermeisterin

Schülerinnen und Schüler aus Meppen mit Madame Blandain (Schulleiterin der französischen Partnerschule; zweite von links), Oberschuldirektor Georg Jansen (JSM; dritter von links), Jochen Hilckmann (vierter von links) und Bürgermeisterin Rachida Dati (fünfte von links). Foto: JohannesschuleSchülerinnen und Schüler aus Meppen mit Madame Blandain (Schulleiterin der französischen Partnerschule; zweite von links), Oberschuldirektor Georg Jansen (JSM; dritter von links), Jochen Hilckmann (vierter von links) und Bürgermeisterin Rachida Dati (fünfte von links). Foto: Johannesschule

Meppen. Während des Schüleraustausches in Paris konnten Schülerinnen und Schüler der Johannesschule mit der Abgeordneten des Europaparlamentes und Bürgermeisterin des 7. Arrondissements Rachida Dati über Jugend- und Europapolitik sprechen.

Seit 18 Jahren fahren Jugendliche der Johannesschule Meppen (JSM) einmal im Jahr zur Partnerschule St. Jean-Elisabeth nach Paris. In diesem Jahr wurde die Gruppe auf Einladung der Bürgermeisterin des Stadtteils St. Germain, Rachida Dati, von Schulleiter Georg Jansen und Elternvertreter Jochen Hilckmann begleitet. Dati war von 2007 bis 2009 Justizministerin in der Regierung von Nicolas Sarkozy, seitdem ist sie Europaabgeordnete. Hilckmann, stellvertretender Bürgermeister in Meppen, hatte beim Empfang im Rathaus von St. Germain die Möglichkeit, nach der Vorstellung der JSM durch Oberschuldirektor Georg Jansen, die Vorzüge der emsländischen Kreisstadt herauszustellen.

In der Gesprächsrunde mit Dati zeigte sich, dass die Jugendlichen beider Schulen ein Zusammenwachsen der Staaten Frankreich und Deutschland in den Bereichen von Flüchtlings-, Verteidigungs- und Wirtschaftspolitik für unabdingbar für ein zukunftsfähiges Europa halten. Frankreich und Deutschland seien der Motor und das Herz Europas, sagte ein Schüler der französischen Partnerschule. Im Bereich der Jugendpolitik der beiden Städte Paris und Meppen wurden die Unterschiede von den jungen Leuten herausgestellt. Meppen schnitt bei den Jugendlichen aus Paris, die die Johannesschule besucht hatten, gut ab. So wurde das JAM-Center außerordentlich gelobt, eine vergleichbare Einrichtung gebe es in St. Germain nicht. Das Radwegenetz des Emslands kam bei den Franzosen gut an. Die Jugendlichen aus Meppen betonten die Qualität der öffentlichen Personenbeförderung in Paris. Einig waren sich alle bei der Bedeutung des Schüleraustausches für das gegenseitige Verständnis.

Dati betonte die europäischen Werte von Freiheit und Gerechtigkeit. Diese Werte würden in den Nationalhymnen beider Länder eine herausragende Rolle spielen. Ohne Freiheit und Gerechtigkeit könnte, so die Europaabgeordnete, ein demokratisches Europa keine Zukunft haben. Nach dem offiziellen Teil durften die Jugendlichen der Politikerin noch private Fragen stellen. Dabei stellte sich heraus, dass die Mutter einer neunjährigen Tochter, neben der politischen Tätigkeit gern mehr Zeit für ihre Familie hätte.