Position gegen AfD Vitus setzt STOP-Zeichen gegen Ausgrenzung und Selektion

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Mit dem Stop-Antisemitismus-Plakat setzt Vitus ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Selektion. Foto: Vitus MeppenMit dem Stop-Antisemitismus-Plakat setzt Vitus ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Selektion. Foto: Vitus Meppen

Meppen. Die Vitus-Gesellschafterversammlung will mit dem Plakat „Stop Antisemitismus“ ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Selektion von Migranten und Menschen mit Behinderung setzten. Damit positioniert sich die soziale Einrichtung klar gegen die AfD.

„Für uns ist jeder Mensch eine Bereicherung und einzigartiges Geschöpf Gottes!“ sagt Vitus-Geschäftsführer Michael Korden. „Vor dem Hintergrund dieser Kernaussage unseres Leitbildes sind wir entsetzt über die aktuelle Anfrage der AfD im Deutschen Bundestag zur Schwerbehinderung in Deutschland.

„Antrag der AfD erinnert an dunkle deutsche Geschichte“

Die Fraktion der AfD erkundige sich zwar vordergründig nach der Zahl behinderter Menschen in Deutschland, suggeriere dabei jedoch in bösartiger Weise einen abwegigen Zusammenhang von Inzucht, behinderten Kindern und Migranten. Es vermittele sich darüber hinaus die Grundhaltung, Behinderung sei ein zu vermeidendes Übel. „Die Anfrage der AfD-Fraktion erinnert damit an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte, in denen Menschen mit Behinderung das Lebensrecht aberkannt wurde und sie zu Hunderttausenden Opfer des Nationalsozialismus wurden“, urteilt Korden.

Widerspruch gegen pränatale Untersuchungen

„Auch der in Deutschland geplanten Ausweitung der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung auf Bluttests zur Untersuchung auf Trisomie 21 ist aus christlichen, menschenrechtlichen und sozialethischen Gründen grundsätzlich zu widersprechen“, meint Hermann-Ulrich Knipper, Bevollmächtigter von Bischof Franz-Josef Bode im Bistum Osnabrück und Mitglied der Vitus-Gesellschafterversammlung. „Jedes ungeborene Kind hat ein Recht auf Leben. Mit der Finanzierung pränataler Untersuchungsmöglichkeiten durch die gesetzlichen Krankenkassen wird sich der Druck auf Frauen, auf Eltern und auf Ärzte enorm erhöhen, die Geburt von Kindern mit chromosomalen Abweichungen zu verhindern“, sagt Knipper.


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