Hebammenpraxis eröffnet Wieder mehr Geburten und Großfamilien in Meppen

Die Hebammenpraxis Neugeboren wird von Anja Leveling (links) und Ute Niehoff geführt. Foto: Hermann-Josef MammesDie Hebammenpraxis Neugeboren wird von Anja Leveling (links) und Ute Niehoff geführt. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Die beiden erfahrenen Hebammen Anja Leveling und Ute Niehoff haben gemeinsam den Weg in die Selbstständigkeit gewagt und die Hebammenpraxis Neugeboren an der Lingener Straße 40 in Meppen eröffnet.

Die Frauen sind bereits seit vielen Jahren als Freiberufler tätig. Zuvor sammelte Ute Niehoff 35 Jahre Berufserfahrung im Kreißsaal des Nordhorner Krankenhauses. Auch Anja Leveling arbeitete bereits im Kreißsaalaber auch als Freiberuflerin in Meppen. „Die Chemie zwischen uns hat einfach gepasst“, sagen sie.

Helle Räume

Die hellen und großzügigen Räume in Meppen sind gut ausgestattet und laden jeweils montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr sowie mittwochs und donnerstags von 16 bis 18 Uhr zur offenen Sprechstunde ein. Zudem finden abends u.a. Geburtsvorbereitungskurse für Frauen aber auch für Paare statt. PEkiP, Frauensport sowie Musik- und Spiel für Kinder ab einem Jahr werden bald das Angebot erweitern.

Über 100 Frauen

„Über 100 Frauen und ihre Babys betreuen wir im Jahr“, sagt Anja Leveling. Dabei gebe es in der Region erfreulicherweise wieder mehr Geburten, und der Trend gehe sogar verstärkt zum „dritten und vierten Kind“. Auf der anderen Seite fehle es leider am Fachpersonal, angefangen von der Hebamme über den Arzt bis zur Erzieherin. In diesem Zusammenhang wiesen sie darauf hin, dass am 5. Mai alle Hebammen mit dem internationalen Hebammentag geehrt werden. Dies sei bei dem vorherrschenden Hebammenmangel aber auch bitter nötig. Dabei könne man als selbstständige Hebamme durchaus ein zufriedenstellendes Einkommen erzielen. Nur Hausgeburten bildeten aufgrund der enorm hohen Versicherungssummen „fast schon ein Zusatzgeschäft“.

Väter kümmern sich

Frauen werden in der Regel drei Tage nach der Geburt aus dem Krankenhaus entlassen, nach einem Kaiserschnitt nach vier bis sechs Tagen. „Das ist oft zu wenig. Die Frauen kommen dann Zuhause oft schnell ans Limit.“ Die Hebamme besuche die junge Familie meist einen Tag nach der Heimkehr. „Mutter und Vater sind dann oft sehr aufgelöst“, sagt Ute Niehoff. Hier stünden sie dann mit Rat und Tat zur Seite, die Palette reicht vom Stillen bis zur Nahtpflege. „Geborgenheit und Harmonie für die ganze Familie ist unser höchstes Ziel.“ Auch wenn gerade in Meppen nur wenige Männer den Weg zu den Paarkursen finden, sprachen beide Hebammen den jungen Vätern doch eine gute Note aus. „Sie kümmern sich meist gut um die Frauen und Babys.“


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