100 Einsätze nach Unwetter Feuerwehr Meppen 2017 nahezu jeden Tag im Einsatz

Von Konstantin Stumpe


Meppen. Fast jeden Tag war die Freiwillige Feuerwehr Meppen im Jahr 2017 im Einsatz. Zu 361 Einsätzen wurden die Einsatzkräfte zu Hilfe gerufen. Das geht aus dem nun veröffentlichten Tätigkeitsbericht hervor.

Dass die Feuerwehr Meppen inzwischen viel mehr als nur ein Löschtrupp ist, beweist die Einsatzstatistik. Nur bei 133 Einsätzen, etwas mehr als einem Drittel, wurden die Feuerwehrleute tatsächlich zu einem Brandeinsatz gerufen. Darunter waren jedoch 62 Fehlalarme. Diese werden unterschieden in böswilligen Alarm, blinden Alarm und technischen Fehlalarm. „Böswilliger Alarm ist zum Beispiel, wenn jemand vorsätzlich den Druckknopf einer Brandmeldeanlage drückt, obwohl es nicht brennt“, erklärt der stellvertretende Stadtbrandmeister Manfred Hornung. Ein blinder Alarm könne beispielsweise durch Zigarettenrauch ausgelöst werden. „Den größten Teil machen technische Fehlalarme aus, wenn die Brandmeldeanlage wegen einer Störung oder mangelnder Wartung losgeht“, sagt Hornung.

Dem stehen 165 Technische Hilfeleistungen, etwa bei Verkehrsunfällen oder das Öffnen feststeckender Fahrstühle, und 63 Menschenrettungen gegenüber. Eigenen Angaben zufolge hat die Feuerwehr dank ihrer Einsätze Werte von knapp 1,3 Millionen Euro geschützt.

Spektakuläre Einsätze

Auf spektakuläre Einsätze blicken besonders die Gefahrgut- und die Tauchergruppe zurück. Das Ziel der Gefahrgut-Gruppe ist es, das Ausbreiten von Brennstoffen oder Chemikalien nach einem Unfall zu verhindern. Unter anderem wurde die Gefahrgut-Gruppe im Juli 2017 zu einem Einsatz im Meppener Bahnhof gerufen. Bei einem Unfall war dort eine Diesellok beschädigt worden und es trat Kraftstoff aus.

Für Schlagzeilen sorgte auch der Einsatz der Tauchergruppe in der Ems. An der Emsbrücke in Meppen hatten Taucher im November nach zwei Jugendlichen gesucht, die angeblich ins Wasser gesprungen oder gefallen sein sollten. Das stellte sich letztendlich als Falschmeldung heraus.

100 Einsätze wegen Unwetter

Eine weitere spektakuläre Rettungsaktion der Freiwilligen Feuerwehr Meppen im März 2017 war die vierstündige Bergung eines Sattelzuges, der seitlich der B 402 die Böschung hinuntergestürzt war. Die Feuerwehr konnte den im Führerhaus eingeklemmten Fahrer schließlich befreien. Er kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus.

In ihrer Gesamtheit waren auch die etwa 100 Einsätze nach einem Unwetter im Juli 2017 eine große Herausforderung für die Feuerwehrleute. Nach dem Gewitter mit Starkregen musste die Feuerwehr die Straßen von unzähligen Bäumen befreien und vollgelaufene Keller auspumpen.

Aber auch für Tiere hat die Feuerwehr ein Herz. Im Februar retteten die Einsatzkräfte eine Katze von dem Dach eines Wohnhauses in der Hölderlinstraße. Der Vierbeiner hatte den Rückweg aus eigener Kraft nicht mehr geschafft.

Die Freiwillige Feuerwehr Meppen 2017 in Zahlen

Jahresbilanz der Feuerwehr Meppen 2017 Quelle: Feuerwehr Stadt Meppen Foto: Torsten Albrecht · Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

  • Anzahl Einsätze 361, darunter 133 Feuer, 63 Menschenrettungen und 165 Technische Hilfeleistungen
  • 205 Mitglieder (119 Aktive darunter sieben Frauen, 25 Alters- bzw. Ehrenmitglieder, 29 Jugendliche, 2 Fachberater, 20 Passive und 10 Förderer)
  • Geschützte Werte: 1.248.000 Euro
  • 260.696 Euro kostete im Jahr 2017 die Instandhaltung der Fahrzeuge
  • 40.659 Euro wurden für die Lohnfortzahlungen der Feuerwehrleute im Einsatz fällig
  • 62.703 Euro wendete die Feuerwehr für neues Inventar, unter anderem Digitalfunk und Schutzkleidung, auf