Amtsgericht verurteilt Harener Acht Monate zur Bewährung wegen Besitzes von Rauschmitteln

Von Gerd Albers

Zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten hat das Meppener Amtsgericht einen 37-jährigen Mann aus Haren verurteilt. Die Strafe wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Symbolfoto: imagoZu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten hat das Meppener Amtsgericht einen 37-jährigen Mann aus Haren verurteilt. Die Strafe wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Symbolfoto: imago

Meppen. Zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten hat das Meppener Amtsgericht einen 37-jährigen Mann aus Haren verurteilt. Die Strafe wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Die Staatsanwaltschaft hielt ihm vor ca. 4000 Ecstasytabletten und ca. 200 Gr. Marihuana in seinem Besitz gehabt zu haben, um damit zu handeln.

Der Angeklagte, dem ein Pflichtverteidiger zur Seite gestellt worden war, nachdem sein Verteidiger, dem er bereits 1000 Euro im Voraus gezahlt hatte, beim ersten Termin versetzt hatte, gestand die Tat ein und legte ein Geständnis ab.

Nur Gefallen getan?

Den Vorwurf, dass er die Tabletten und das Marihuana zum Zwecke des Weiterverkaufs erworben habe, wies er von sich. Er habe einer ihm bekannten Person einen Gefallen getan und ihr seinen Keller für die Aufbewahrung zur Verfügung gestellt. Dem Gericht nannte er den Namen und die Anschrift der Person. Demnach lebt die Person im benachbarten Ausland und ist oft europaweit unterwegs.

Nach dem Geständnis des Angeklagten und seiner Einlassung stand fest, dass man ihm ein Handeltreiben mit Betäubungsmittel nicht würde nachweisen können. Gleichwohl, so der Richter, komme auch eine Verurteilung wegen Beihilfe zum Besitz bzw. Handel mit Rauschgiften in Betracht.

Geldauflage

Aufgrund seines Geständnisses und der Tatsache, dass der Angeklagte keinen Strafregistereintrag in Deutschland hat, ging der Oberstaatsanwalt in seinem Plädoyer davon aus, dass es sich hier um einen minder schweren Fall handeln dürfte. Deshalb hielt er eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten zur Bewährung für straf- und schuldangemessen. Zudem beantragte er eine Geldauflage von 2400 Euro. Die Bewährungszeit solle drei Jahre betragen.

Der Verteidiger sah die Sach- und Rechtslage genauso wie die Staatsanwaltschaft, hielt jedoch die Freiheitsstrafe für stark übersetzt und stellte die Bestrafung seines Mandanten in das Ermessen des Schöffengerichts.

Es verurteilte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten, einer Geldauflage von 2000 Euro und der Übernahme der Gerichtskosten.