Quote bleibt bei 2,7 Prozent Stabiler Arbeitsmarkt im Emsland im April

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Bei unveränderter Arbeitslosenquote zeigt sich der Arbeitsmarkt an Ems und Vechte weiter stabil. Symbolfoto: Bernd Wüstneck/dpaBei unveränderter Arbeitslosenquote zeigt sich der Arbeitsmarkt an Ems und Vechte weiter stabil. Symbolfoto: Bernd Wüstneck/dpa

Meppen. Bei unveränderter Arbeitslosenquote zeigt sich der Arbeitsmarkt an Ems und Vechte weiter stabil. Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn bleibt im April bei 2,7 Prozent, liegt aber weiter deutlich unter dem Vorjahreswert von 3,3 Prozent.

Mit 6.798 Personen waren bei den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit und den Jobcentern 173 Personen bzw. 2,5 Prozent weniger erwerbslos gemeldet als im März.

„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit setzt sich auf niedrigem Niveau fort. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Monaten der Frühjahrsaufschwung weiter an Fahrt gewinnen wird“, kommentiert Hans-Joachim Haming, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nordhorn die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. „Inzwischen verzeichnen weite Teile des Emslandes nahezu Vollbeschäftigung. Die starke Nachfrage im Bau und verarbeitenden Gewerbe eröffnet für handwerklich geschickte Bewerber viele Möglichkeiten. Allerdings wird es im gesamten Agenturbezirk für Betriebe immer schwieriger, offene Stellen zu besetzen. Unterstützung leisten unsere Fachleute, die mit Beratung und gezielter Bewerberakquise Hilfestellung bieten, um insbesondere auch denjenigen Bewerbern eine Chance zu geben, die auf den ersten Blick nicht dem Anforderungsprofil der Betriebe entsprechen. Wo es an der erforderlichen Qualifizierung fehlt, können wir bei Bedarf finanzielle Förderung leisten“, so der Arbeitsmarktexperte.

Arbeitslosenzahlen im April. Quelle: Bundesagentur für Arbeit/Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

Stellenmarkt

Im April zeigten Betriebe und Verwaltungen der Agentur für Arbeit Nordhorn 1.813 offene Stellen an. Das sind 105 oder 6,1 Prozent mehr als im Vormonat und 139 oder 8,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Stellenzugänge kamen aus dem Baugewerbe, dem verarbeitenden Gewerbe und dem Handel. Insgesamt gab es im April 6.388 Stellen, über deren Besetzung noch nicht endgültig entschieden war.

Entwicklung nach Rechtskreisen und Regionen

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III / Arbeitslosengeld I) und in der steuerfinanzierten Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II / Arbeitslosengeld II) verlief im April im Vergleich zum Vormonat unterschiedlich.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nahm die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 225 oder 7,3 Prozent auf 2.846 Personen ab. Bei den für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcentern ist die Arbeitslosenzahl im April gegenüber dem Vormonat um 52 bzw. 1,3 Prozent auf 3.952 Personen gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Entwicklung in beiden Rechtskreisen tendenziell gleich. In der Arbeitslosenversicherung wurden 843 Personen oder 22,9 Prozent weniger gezählt; bei den Jobcentern waren es 642 Personen bzw. 14,0 Prozent weniger.

Region Emsland

Im Emsland waren im April insgesamt 4.456 Personen arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote blieb bei 2,5 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat reduzierte sich die Zahl um 98 Personen.

Region Grafschaft Bentheim

Auch in der Grafschaft Bentheim nahm die Gesamtarbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ab. Hier gab es mit 2.342 Arbeitslosen im April 75 bzw. 3,1 Prozent weniger als noch im März. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 3,2 Prozent.

Agenturbezirk Nordhorn

Betrachtet man den Agenturbezirk insgesamt, so hatte die Geschäftsstelle Meppen mit 2,2 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote, gefolgt von der Geschäftsstellen Lingen und Sögel mit jeweils 2,4 Prozent, der Geschäftsstelle Papenburg mit 3,1 Prozent und der Hauptagentur Nordhorn mit 3,2 Prozent.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit konnten saisonüblich im April mehr Männer als Frauen profitieren. Mit 3.617 arbeitslosen Männern waren 183 weniger im Bestand als noch im März. Bei den Frauen war eine Erhöhung von 10 auf insgesamt 3.181 Personen zu verzeichnen. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen betrug 46,8 Prozent, der Anteil der Männer lag bei 53,2 Prozent.

Der Anteil der Jugendlichen an den Arbeitslosen betrug 9,7 Prozent. Die Arbeitslosenzahl sank um 76 auf 662 Personen. Das ist gegenüber dem Vormonat ein Minus von 10,3 Prozent.

Unterbeschäftigung

Ergänzend zur Arbeitslosenstatistik werden auch Daten zur Unterbeschäftigung veröffentlicht. Dazu zählen die gesetzlich definierten Arbeitslosen sowie Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind, zum Beispiel in Maßnahmen beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten und Sonderregelungen für Arbeitslose. Die Unterbeschäftigung umfasste im Agenturbezirk nach vorläufigen Angaben im April 11.590 Personen.

Ausländer

Die Zahl der arbeitslosen Ausländer verringerte sich auf zuletzt 1.601 Personen. Das waren 49 oder drei Prozent weniger als im Vormonat und 419 Männer und Frauen oder 20,7 Prozent weniger als im April 2017. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger an Ems und Vechte leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge und Zuwanderer.


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