Drones aus London spielen furiose Show Energiegeladenes Punkfest im Meppener Jam

Von Bernd Fischer


Meppen. Ein kleines Punkrockfest ist im Meppener Jugend- und Kulturzentrum Jam gefeiert worden. Die Drones aus Großbritannien lieferten dem Publikum eine energische Show. Unterstützt wurden sie dabei von der Meppener Band The Boar und dem Münsteraner Quartett Damniam.

Als erste Formation betraten The Boar gegen 21 Uhr die Bühne. Die Meppener sind eine reine Coverband und seit circa einem Dreivierteljahr mit einem neuen Sänger unterwegs. Im Jam präsentierten sie Songs von Madsen, Feine Sahne Fischfilet, Bad Religion, Beatsteaks, Pennywise und viele weitere Punkrockklassiker. Auch wenn hier und da mal ein Verspieler eingebaut wurde, war das Publikum und besonders der relativ zahlreich erschienene Bandanhang zufrieden und spendete entsprechenden Applaus.

Im Anschluss präsentierten Damniam aus Münster spielfreudigen und ziemlich perfekt arrangierten Poppunk mit druckvollen Basslinien, der nicht nur gesanglich sehr stark an die besten Phasen von Green Day erinnerte. Frontmann Buschti geizte außerdem nicht mit frechen Ansagen gegenüber dem noch etwas verhaltenen Publikum. Damniam lieferten insgesamt einen sehr überzeugenden Auftritt ab, und es war der Band kaum anzumerken, dass sie mit einem Ersatzschlagzeuger angereist war.

Eingängiger Sound

Die meisten Anwesenden hatten aber hauptsächlich auf die Drones gewartet, die bereits zum vierten Mal in Meppen zu Gast waren und sämtlichen hohen Erwartungen auch voll gerecht wurden. Vom ersten Song an hatte das Quintett aus London mit modernem, energiegeladenem und eingängigem Punkrocksound das Publikum auf seiner Seite.

Auf und vor der Bühne wurde für reichlich Bewegung gesorgt, und die Anwesenden feierten und tanzten immer ausgelassener, je weiter das Set fortschritt. Davon ließen sich auch die Musiker selbst anstecken, sodass die beiden Gitarristen sich kurzzeitig selbst in den Circle Pit begaben.

Sängerin Lois McDougall erklomm zwischenzeitlich mit ihrem Mikrofon sogar die Theke und ließ sich beim letzen regulären Song vom Publikum auf Händen tragen. Mit einer Zugabe beendeten die Drones schließlich ihren starken Auftritt und hinterließen glückliche und zufriedene Zuschauer.