„Außergerichtliche Einigung finden“ Goa-Festival: Veranstalter suchen weiter Gespräch mit Stadt Meppen

Von pm/hdw

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Die jüngste Stellungnahme der Stadt Meppen zur Nichtgenehmigung des geplanten Goa-Festivals Synaptic Eclipse stößt bei den Veranstaltern auf Unverständnis. Für sie stellt sich der Sachverhalt zum Teil ganz anders dar. Foto: Synaptic EclipseDie jüngste Stellungnahme der Stadt Meppen zur Nichtgenehmigung des geplanten Goa-Festivals Synaptic Eclipse stößt bei den Veranstaltern auf Unverständnis. Für sie stellt sich der Sachverhalt zum Teil ganz anders dar. Foto: Synaptic Eclipse

Meppen. Die jüngste Stellungnahme der Stadt Meppen zur Nichtgenehmigung des geplanten Goa-Festivals Synaptic Eclipse stößt bei den Veranstaltern um Christan Krogull und Felix Geber auf Unverständnis. Für sie stellt sich der Sachverhalt zum Teil ganz anders dar. Von der Idee einer Dauerbeschallung über fünf Tage sei man längst abgerückt.

Am 29. Juni 2017 wollen die Veranstalter aus Lingen einen Antrag zur Durchführung einer öffentlichen Veranstaltung auf dem Gebiet der Stadt Meppen gestellt haben. „Am 7. Juli 2017 bekamen wir ein Schreiben vom Ordnungsamt, in dem stand, dass erst nach der Sommerpause eine Entscheidung getroffen werden könnte“, sagt Geber gegenüber unserer Redaktion. Bis heute hätte man zu diesem Antrag keine Rückmeldung bekommen.

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Keine mehrtägigen Events im Jahr 2018

„Am 12. Dezember 2017 wurde im Verwaltungsausschuss über unseren Antrag für das Festival entschieden, und man teilte uns am 14. Dezember am Telefon mit, dass wir keine Genehmigung bekommen werden“, erklärt Geber. „Wir boten umgehend an, den Antrag dahingehende zu ändern, dass wir in den Nachtstunden vier Stunden, von 4 bis 8 Uhr, keine Musik spielen, um das Ruhebedürfnis der Anwohner zu berücksichtigen. Dies kam sehr positiv an und man bat uns, den Antrag umgehend anzupassen und sofort einzureichen.“ Keine 15 Minuten später soll jedoch die Stadt zurückgerufen und mitgeteilt haben, dass sie den Antrag nicht zu ändern bräuchten, da mehrtägige Events 2018 generell nicht genehmigt würden.

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Lärmgutachten für 3000 Euro

Daraufhin zogen Krogull und Geber einen Anwalt hinzu, der mit der Stadt Meppen Kontakt aufnahm, um den Sachverhalt zu klären. „Man teilte ihm mit, dass wir, bevor man ein klärendes Gespräch durchführen könnte, ein neues Lärmschutzgutachten einreichen sollten“, schildert Geber. „Dass der Bürgermeister nun behauptet, dass das Gutachten von der Stadt Meppen nicht gefordert wurde, ist schon ein starkes Stück. Als würden wir freiwillig weit über 3000 Euro für ein Gutachten ausgeben, welches von der Stadt nicht gefordert wurde.“

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Kein weiteres Gespräch mit der Stadt

Obwohl die Veranstalter das Lärmschutzgutachten, das alle rechtlichen Auflagen erfüllte, im Februar einholten, soll es zu keinem weiteren Gespräch mit der Stadt gekommen sein. „Stattdessen bekamen wir einfach eine Ablehnung. Wir wären zu diversen Kompromissen bereit gewesen. Jedoch scheint es so, dass unser Event von der Kommunalpolitik in Meppen einfach nicht gewollt ist.“ Es sei richtig, dass man ein fünftägiges Event bei der Stadt beantragt hätte, jedoch hatte man gar nicht vor, die gesamte Zeit durchgehend Musik zu spielen. Das Hauptevent sei von Freitag, 16 Uhr, bis Sonntag, 22 Uhr, beantragt. In den Nachtstunden gebe es eine Pause von vier Stunden.

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Falsche Tatsachen?

Falsch sei aus Sicht der Veranstalter die Aussage des Bürgermeisters, dass erst am 26. Februar entscheidungsreife Unterlagen eingereicht worden seien. „Alleine schon vor dem Hintergrund, dass am 12. Dezember über unseren eingereichten Antrag im Verwaltungsausschuss entschieden wurde, beweist es eindeutig“, empört sich Krogull.

Keine öffentliche Schlammschlacht

Abschließend erklären die Veranstalter, dass man kein Interesse daran habe, eine öffentliche Schlammschlacht mit der Stadt zu führen. Vielmehr bitte man erneut um ein klärendes Gespräch, um möglichst eine außergerichtliche Einigung zu finden, die das Ruhebedürfnis der Anwohner berücksichtige und es den Meppener Bürgern ermögliche, 2019 auf das Synaptic-Eclipse-Festival im Funpark gehen zu können.


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