Pferdehalle soll verhindert werden Meppen: Bürgerinitiative Esterfeld will klagen

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Mit einem neuen Transparent machte die Bürgerinitiative Esterfeld bereits Ende 2016 bei der Ortseinfahrt an der Fullener Straße in Meppen auf ihr Anliegen aufmerksam. Archivfoto: Markus PöhlkingMit einem neuen Transparent machte die Bürgerinitiative Esterfeld bereits Ende 2016 bei der Ortseinfahrt an der Fullener Straße in Meppen auf ihr Anliegen aufmerksam. Archivfoto: Markus Pöhlking

Meppen. Gegen das Meppener Bauvorhaben „westlich des Cheruskerweges“ will die Bürgerinitiative (BI) Esterfeld auf jeden Fall Klage beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg einreichen. Das haben die beiden Sprecherinnen Hildegard Küwen und Marianne Havers in einem Gespräch mit unserer Redaktion angekündigt.

„Für uns ist die Ausweisung dieses Sondergebietes nur der Türöffner für das große Bauvorhaben auf der gegenüberliegenden Straßenseite“, begründeten sie ihre Befürchtungen. Wie wir berichteten, wollen sich auf einer 7,66 Hektar großen Fläche Hagebaumarkt und Baustoffhandel Mayrose an der Fullener Straße in Verlängerung zum Wohngebiet Esterfeld neu ansiedeln. Den Firmen reichen die Flächen an ihren bisherigen Meppener Standorten an der Schützenstraße und der Fürstenbergstraße nicht mehr aus.

Fläche bereits gekauft

Um dieses Projekt zu ermöglichen, muss die Stadt vorab die Flächen erwerben. Eine Fläche gehörte bislang dem Meppener Heinz Arens. Auf Nachfrage unserer Redaktion sagte der Meppener Bürgermeister Helmut Knurbein, dass die Stadt dieses Grundstück (nördlich der Fullener Straße) bereits von ihm gekauft habe.

Arens ist zudem Besitzer eines Baudenkmals. Die alte Hofstelle befindet sich südlich der Fullener Straße. Hier will er für seine Tochter eine Bewegungshalle für Pferde errichten. Hierfür muss das Areal als Sondergebiet ausgewiesen werden. Zudem werden 54 Kubikmeter des bisherigen Überschwemmungsgebietes beansprucht. Laut Stadtverwaltung bleibt das Baudenkmal erhalten. Auf dem Grundstück selbst sind „keine weiteren Wohnbauten möglich“. Zudem muss die Halle einen Mindestabstand von sechs Meter zum Baudenkmal haben. Die maximal erlaubte Hallengröße für die Pferde bezifferte die Verwaltung auf „20 mal 40 Meter“. Auch werde es auf keinen Fall eine Abbiegespur zum Grundstück geben.

Verkehrskollaps droht

„Wir haben Angst, dass mit diesem Schritt, das Gewerbegebiet auf der anderen Seite ermöglicht wird“, sagte indes Hildegard Küwen von der BI. Dies könnte zu einem Verkehrskollaps auf der ohnehin stark befahrenen Fullener Straße führen. Zudem befürchten die Anwohner, dass dort weit mehr als vier Pferde gehalten werden und damit auch die Geruchsbelästigungen entsprechend zunehmen. Havers erinnerte an Aussagen des Kreisbaurates Dirk Kopmeyer aus dem Jahre 2013. Damals habe dieser angekündigt, dass es für Überschwemmungsgebiete keine Ausnahmegenehmigungen mehr geben soll.


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