Frühjahrs-Ausstellung „Hereinspaziert“ Werke von Mueller-Stahl bis Janosch in Meppen-Bokeloh

Von Bianca Meyering


Meppen. Bei strahlendem Sonnenschein hat Hannelore de Hoogd eine exklusive Auswahl an Exponaten von Künstlern im Rahmen der Frühjahrsausstellung „Hereinspaziert“ in Meppen-Bokeloh präsentiert.

Zahlreiche Besucher kamen in die Galerie, um die mehr als 50 Exponate drinnen und 47 Exponate im Skulpturengarten zu bestaunen. Es handelt sich dabei um einen Mix der Arbeiten neuer Künstler und jener, mit denen schon länger zusammengearbeitet wird.

Zusammenarbeit mit Armin Müller-Stahl

So arbeitet die Galerie Atelierspuren bereits seit einigen Jahren mit dem oft als aristokratisch wahrgenommenen Charakterdarsteller und bildkünstlerisch tätigen Armin Mueller-Stahl zusammen, der auf Papier, Leinwand und mit Keramik und Glas arbeitenden Dagmar Glemme, dem Kinderbuchautor und Illustrator Janosch sowie dem Pop-Art-Künstler James Rizzi.

Wüstenmaler

Einer der auf dieser Frühjahrsausstellung präsentierten neuen Künstler ist der Wüstenmaler Carsten Westphal. Der in Hamburg geborene Künstler erlernte 1981/1982 die Malerei. Von 1986 bis 1994 studierte er Klassische Archäologie, Alte Geschichte, Vor- und Frühgeschichte sowie Philosophie. Dabei nahm er an zahlreichen Ausgrabungen teil und fand seine Leidenschaft für das Malen wieder. Seit 2003 verknüpft er beides und unternimmt Expeditionen in die Wüsten der Welt. Er fertigt dort seine Bilder mit den Materialien, die er in den Wüsten findet: Salz, Sand, Erde und Pigmentstaub. Wenn er im heißen Wüstensand kniend Farben aufträgt, die Farbschichten in der Sonne glitzernd in der Struktur erstarren, und der Wind den feinen Sand auf die Leinwand bläst, bilden sich eben jene Strukturen, die nur in der Wüste entstehen.

Neuentdeckungen

Zu den Neuentdeckungen zählt auch das Künstler-Ehepaar Uschi Klaas und Heinrich Brockmeier. Klaas absolvierte die Kunsthochschule Folkwang in Essen und schloss an der Fachhochschule Dortmund als diplomierte Objekt-Designerin ein weiteres Studium ab. Seither widmet sie sich der Malerei, Collage, Gouache und dem Aquarell in haptischer, expressiver und dreidimensionaler Weise.

Heinrich Brockmeier ist seit 1969 als freischaffender Bildhauer tätig. In seinen Werken stehen der Mensch und die Vergänglichkeit sowie das Thema Pferd und Reiter im Mittelpunkt. Seit ihrer Hochzeit 1988 führen die beiden eine Atelier- und Künstlergemeinschaft in gemeinsamen Atelierräumen. Dort entstehen Werke, in denen Fläche und Raum, Farbe und Monochromie, Schwere und Leichtigkeit, Ruhe und Dynamik, Offenheit und Geschlossenheit zusammenfließen.

Weitere Informationen zu den zahlreichen Künstlern und weiteren Werken und Exponaten sind auf der Webseite www.atelierspuren.de zu finden. Das Atelier ist täglich nach telefonischer Vereinbarung geöffnet.