Krone bleibt Chef der Ems-Achse Minister will Ausbau der E 233 massiv vorantreiben

Von Hermann-Josef Mammes


Aurich/Papenburg. Gleich mit einem ganzen Katalog an Forderungen an die Niedersächsische Landesregierung wartete Bernard Krone in seiner Funktion als Vorsitzender der Wachstumsregion Ems-Achse in Aurich auf. Festredner und Minister Bernd Althusmann ging speziell auf die Infrastrukturprojekte wie den vierspurigen Ausbau der E 233 ein.

Vor rund 200 Mitglieder im 27 Millionen Euro teuren Bildungs- und Erlebnis-Zentrum in Aurich richtete sich Unternehmer Krone auf der Mitgliederversammlung in seiner Rede direkt an den stellvertretenden Ministerpräsidenten: „Es gibt viele wesentliche Punkte, die angepackt werden müssen.“ So sei der enorme wirtschaftliche Erfolg der Region in Zukunft nur mit einem flächendeckenden Breitbandausbau möglich. Eine weitere Forderung betraf die Ortsumgebung (Bundesstraße 210n) für Aurich.

Aufbau der Friesenbrücke

Wunsch Nummer drei ist der Neubau der durch eine Schiffshavarie zerstörten Friesenbrücke bei Weener. Neun Jahre für den Wiederaufbau seien gerade vor dem Hintergrund, dass die Niederländer die Wunderline als Bahnverbindung zwischen Groningen und Bremen planen, unakzeptabel. Die letzte Forderung der Wachstumsregion betrifft den vierspurigen Ausbau der Europastraße 233 auf einer Länge von 84 Kilometern zwischen Meppen (A 31) und Emstek (A1).

Entscheidendes Projekt

„Verkehrsinfrastruktur ist ein leidenschaftliches Thema für mich“, antwortete der Wirtschaftsminister. Er versprach: „Wir als Landesregierung wollen ihre Vorhaben so schnell wie möglich umsetzen.“ Der vierspurige Ausbau der E 233 sei ein entscheidendes Projekt. „Wir werden es mit aller Kraft und Massivität voranbringen.“ In diesem Zusammenhang dankte er den beiden Landkreisen Emsland und Cloppenburg, die bei der Vorplanung der Trasse „Herausragendes“ geleistet hätten. Hilfe versprach er auch beim Bau der Auricher Ortsumgehung. Zugleich monierte Althusmann, dass bis zur Umsetzung von großen Straßenbauprojekten in Deutschland oft Jahrzehnte ins Land zögen.

Außenems vertiefen

Von sich aus sprach der Verkehrs- und Wirtschaftsminister noch ein weiteres Vorhaben an: „Die Vertiefung der Außenems besitzt für die Landesregierung hohe Priorität.“ Die Erreichbarkeit der Häfen müsse gewährleistet sein.

Glasfaser für alle

Ganz oben auf seiner Agenda stünde auch die Digitalisierung: „Wir nehmen als Land hierfür 500 Millionen Euro in die Hand.“ Althusmann forderte „Glasfaser in allen Teilen des Landes.“ Ein Ausbau mit Kupferkabeln sei zu leistungsschwach. Er gab die Prämisse aus: „Wir wollen Niedersachsen in die Gigabit-Gesellschaft führen.“

566 Mitglieder

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Wachstumsregion Ems-Achse wurde der Vorstand mit dem neuen und alten Vorsitzenden Bernard Krone aus Spelle einstimmig bestätigt. Krone zog eine sehr positive Bilanz. Als Folge 70 neuer Beitritte in 2017 stieg die Mitgliederzahl auf 566. Dank der guten Arbeit der Geschäftsstelle unter der Leitung von Dirk Lüerßen führte die Ems-Achse (Jobmotor Nordwest) im abgelaufenen Jahr 28 Veranstaltungen mit 2700 Teinehmern durch.

Zugleich wurde die Fachkräfteakquise weiter intensiviert. Die insgesamt 16 Mitarbeiter besuchten 28 Jobmessen und waren 21 mal mit Job-Bussen unterwegs. „Wir haben dabei über 16.000 Fachkräfte im persönlichen Gespräch erreicht- und nur so lassen sich Fachkräfte auch überzeugen.“