Rasante Lachparade Meppener Comedy-Nacht: Witzig, krass und manchmal etwas daneben

Von Gerd Mecklenborg

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Meppen. In die umgeräumte Schauhalle des Autohauses Kemper hatte Veranstalter Maik Klaphecke am Samstagabend zur 3. Meppener Comedy-Nacht geladen.

Nach dem großen Erfolg der beiden vorangegangen Shows im Kossehof waren wieder zahlreiche Lachmuskeltrainingswillige in die außergewöhnliche Location gekommen. Ihnen wurde eine rasante Lachparade von vier „Newcomern“ des Genres geboten.

Nach Meppen angereist waren Lena Kupke, Der Storb, Maxi Gestettenbauer und Freddy Farzadi. Freddy war bereits in der ersten Comedy-Nacht im Kossehof dabei, und war auch für die meisten Besucher wieder „die Nummer des Abends“.

Cool anmoderiert wurden die vier Comedians, die sich durch diverse TV-Shows in der Szene bereits einen Namen gemacht haben, vom Emsländer Lukas Hemelt, der aktuell beim ZDF volontiert. Hemelt, durchaus auch mit komödiantischem Talent gesegnet, freute sich dann auch „tierisch vor so vielen bekannten Gesichtern diese ‚Clowns der Gegenwart‘ vorstellen zu dürfen“.

TV Format „NightWash“

Los ging es mit der Kölnerin Lena Kupke, und die zurrte gleich den Schwerpunkt des Abends, Humor mit einer gewissen Durchlässigkeit der Geschmacksgrenze, fest. Aus dem TV Format „NightWash“ war sie vielen Comedyfans im Meppener Autohaus bereits bekannt, und Lena kannte auch im Emsland „keine Tabus“, referierte genüsslich über ihren Termin beim Gynäkologen. „Halt der Neue Deutsche Humor, etwas zu oft unter der Gürtellinie“, befand ein leicht kopfschüttelnder Zuhörer.

Frechzüngiger Radiomoderator

Genauso machte Der Storb danach weiter. Der frechzüngige Radiomoderator präsentierte sich gewohnt angriffslustig, unverschämt und unverblümt. So räumte er unlängst sogar den RTL Comedy Grand Prix ab. Aber ebenso bei diesem jungen Mann galt wieder, „je tiefer unter der Gürtellinie, umso mehr Lacher“, das war auch die Meinung des Harener Jan Schepers und die von seiner Freundin Irina Bleile, Gewinner der EL-Kurier-Verlosung. „Macht viel Spaß hier, aber der Humor ist mehr was für Ü40“, schmunzelte Schepers.

Stechender Wortwitz

Sein Humor war der des Freddy Farzadi, der nach der Pause die Autohausbühne stürmte. „Was meint ihr, welchen Beruf dieser Kerl wohl erlernt hat“, fragte Moderator Hemelt das Publikum. Nach dem Fehltipp „Zaaahnaaarzt!!“, klärte Farzadi das emsländische Auditorium dann auf. „Jurist und Türsteher auf der Reeperbahn“. Stechender Wortwitz, mit viel Niveau und hintergründigen Seitenhieben auf Juristen, Studentenfreunde, die „nur Sohn“ waren „und dann Karriere bei Mac Doof auf dem zweiten Bildungsweg gemacht haben“, kamen bei den Comedy-Night-Besuchern supergut an.

Und auch die Beamten kriegten „ihr Fett ordentlich weg“. Pech nur für den Comedian, als der ins Publikum fragte „sind denn welche hier“, lautete die Antwort. „Ja, Steuerfahnder“. Der Saal tobte. Aber auch Maxi Gestettenbauer, der zum Finale seinen Auftritt hatte, wusste wie es funktioniert das Meppener Publikum mit ins Geschehen einzubinden, und so verließen die meisten Comedy-Fans am Ende des Abends mit einem breiten Grinsen im Gesicht das Autohaus-Theater.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN