Winter tritt 2019 nicht mehr an Emsland: Landrat verzichtet auf erneute Kandidatur

Von Hermann-Josef Mammes

Landrat Reinhard Winter verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Foto: Stefan SchöningLandrat Reinhard Winter verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Foto: Stefan Schöning

pm/ma Meppen. Landrat Reinhard Winter steht für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung – mit dieser Erklärung beendet er die jüngsten Spekulationen um die Zukunft seiner Person nach Ende seiner Amtszeit am 31. Oktober 2019.

„Zum Ende meiner aktuellen Amtsperiode bin ich fast 66 Jahre alt – deshalb möchte ich gerne meinen Platz räumen für eine zukunftsfähige Lösung mit einer deutlich jüngeren Nachfolgerin oder einem deutlich jüngeren Nachfolger“, nennt Reinhard Winter in einer Pressemitteilung vom Freitagabend seine Beweggründe. Er werde den Kreisgremien vorschlagen, die erforderliche Direktwahl der neuen Landrätin bzw. des neuen Landrates parallel zur Europawahl Ende Mai 2019 stattfinden zu lassen.

Großes Engagement

Winter sieht den Landkreis Emsland sehr gut aufgestellt und möchte auch in den kommenden 18 Monaten aktiv an der Erfolgsgeschichte der Region mitschreiben. „Mit vollem Engagement werde ich wichtige Zukunftsthemen weiter vorantreiben und auf den Weg bringen, damit ich ein bestelltes Feld übergeben kann“, verspricht der Landrat.

Gutes Ergebnis

Am 11. September 2011 hatte Reinhard Winter als Kandidat der Christdemokraten die Direktwahl zum Landrat klar für sich entschieden. Er löste am 1. November 2011 Hermann Bröring (CDU) als Landrat ab. 92686 Emsländer und damit 68,02 Prozent wählten 2011 Reinhard Winter. Seine Mitbewerber Friedhelm Wolski-Prenger (SPD) mit 28318 Stimmen (20,80 Prozent) und der Grüne Schütte zur Wick mit 15210 Stimmen (11,18 Prozent) blieben chancenlos.

Viele Stationen

Der heute 64-Jährige wurde 1953 in Hessisch-Oldendorf geboren. Nach der Realschule erfolgte eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Danach besuchte er die Fachoberschule Wirtschaft. Im Anschluss an den Wehrdienst absolvierte er von 1974 bis 1977 ein Studium der Betriebswirtschaft. Dem schloss sich ein Studium der Rechts- und Politikwissenschaft in Hannover bis 1984 an.

Der Volljurist arbeitete dann bei der Bezirksregierung in Hannover und später der Stadt Lehrte. Noch heute spricht Winter nur zu gerne von den dann folgenden Jahren von 1986 bis 1990 beim Umweltministerium in Hannover. Als seinen politischen Ziehvater sieht er den damaligen Minister und gebürtigen Papenburger Dr. Werner Remmers.

Allgemeiner Vertreter

So wechselte er 1990 als Kreisdirektor zum Landkreis Emsland. Später wurde er dann zum Ersten Kreisrat und damit zum allgemeinen Vertreter des Landrates ernannt, bevor er 2011 selbst zum Landrat gewählt wurde.