Engagement für die Hospiz-Hilfe Erste Meppener Ehrenmedaille für Antonia Gruber

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Meppen. Erstmals hat die Stadt Meppen am Freitag die Ehrenmedaille überreicht. Erste Würdenträgerin ist Antonia Gruber, Gründungsmitglied und zweite Vorsitzende der Hospiz-Hilfe Meppen.

Im Rahmen eines Festaktes im Ratssaal zitierte Bürgermeister Helmut Knurbein Altbundeskanzler Helmut Kohl: „Ohne die vielen Frauen und Männer, die in Deutschland ein Ehrenamt ausüben wäre unser Land um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar.“ Speziell Meppen zeichne sich durch eine große Bandbreite ehrenamtlichen Engagements aus. Mit der Ehrenmedaille möchte die Stadt in Zukunft einmal jährlich dem Ehrenamt „Danke“ sagen. Geehrt würde eine Person oder Personenvereinigung, die sich in besonderer Weise um die Belange der Bürger verdient gemacht habe.

Sterben ein Tabuthema

Im Fall von Antonia Gruber habe der Stadtrat in seiner Sitzung am 15. Februar einstimmig beschlossen, ihren Einsatz mit der besonderen Auszeichnung zu würdigen. „Sie agieren im Stillen mit einer gewaltigen Aussagekraft“, lobte Knurbein den ehrenamtlichen Einsatz der 67-Jährigen für die Sterbenenden und deren Angehörigen, u.a. im Ludmillenstift. Antonia Gruber habe die Hospiz-Hilfe vor 18 Jahren mitgegründet. „Sie geben den Sterbenenden und Trauernden eine Stimme“, sagte der Bürgermeister. Sterben werde immer mehr zum Tabuthema. Umso größer seien die Ängste und Unsicherheiten der Menschen, wenn sie mit dem Tod konfrontiert würden. Bei ihrer Arbeit stellten Antonia Gruber und die anderen Hospizhelfer die Sterbenden und Trauernden in den Mittelpunkt. „Sie geben den Sterbenden ein Stück Lebensqualität. Sie spenden Trost und ermöglichen einen Abschied mit Würde.“ Bereits 2013 wurde die Meppenerin mit dem Niedersächsischen Hospizpreis ausgezeichnet.

Meine Goldmedaille

Sie selbst freute sich „über meine Goldmedaille“. Die vielen Sterbebegleitungen hätten ihr Leben sehr bereichert. Sie erlebe das Leben lebendiger und intensiver. Als Vorsitzende Meppen bezeichnete Carmen Breuckmann-Giertz ihre Stellvertreterin als „bewegende Kraft, beratende Stimme und ruhenden Pol“ der Hospiz-Hilfe Meppen. Sie sei die hospizliche Visionärin Meppens. „Wir sind unfassbar stolz auf Dich“. Sie gebe den Menschen eine liebevolle Zuwendung bis zum letzten Atemzug.


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