„Die göttliche Ordnung“ am 12. April Film zu 100 Jahren Frauenwahlrecht im Kino in Meppen

Von Adelheid Schmitz

Der Kinofilm „Die göttliche Ordnung“ erzählt, auf unterhaltsame Weise, vom Kampf der Schweizer Frauen im Jahr 1971 für das Frauenwahlrecht. Foto: Adelheid SchmitzDer Kinofilm „Die göttliche Ordnung“ erzählt, auf unterhaltsame Weise, vom Kampf der Schweizer Frauen im Jahr 1971 für das Frauenwahlrecht. Foto: Adelheid Schmitz

Meppen. Am Donnerstag, 12. April, um 19.30 Uhr findet ein Kinoabend mit Rahmenprogramm zum Thema: „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“ im Germania Kino Meppen statt.

Der Film „Die göttliche Ordnung“ zeigt, wie Frauen in der Schweiz im Jahr 1971, um das Frauenwahlrecht kämpfen. Der Eintrittspreis beträgt fünf Euro. Der Film bietet beste Unterhaltung, manchmal humorvoll, manchmal dramatisch.

„Eingeladen sind alle Frauen, die einen schönen Abend genießen möchten, und alle die sich auf unterhaltsame Weise über einen Meilenstein in der Entwicklung der Frauenbewegung informieren möchten“, sagte Elisabeth Mecklenburg in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Meppen organisiert die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Meppener Frauenforum.

Situation in der Schweiz

Der Kinofilm „Die göttliche Ordnung“ stellt gleichzeitig den Abschluss einer Veranstaltungsreihe zum Weltfrauentag dar, wie auch die Auftaktveranstaltung im Jubiläumsjahr „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“.

Elisabeth Mecklenburg wird zu Beginn Wesentliches zum Thema „Frauenwahlrecht“ erläutern. Die Schweizerin Catherine Rohloff-Lyck schildert anschließend die Erlebnisse aus ihrer Sicht und berichtet wie, sie die damalige Situation in der Schweiz wahrgenommen hat.

Mit Filmpreis ausgezeichnet

Der dann folgende Kinofilm: „Die göttliche Ordnung“ von Petra Volpe wurde mit dem Schweizer Filmpreis 2017 ausgezeichnet. Zur Handlung: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. 1971, scheint die Zeit hier still zu stehen, von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegungen ist wenig zu spüren. Als Nora wieder anfangen möchte zu arbeiten, verweigert ihr Mann ihr die Erlaubnis und beruft sich dabei auf das Ehegesetz, das die Frau verpflichtet, sich um den Haushalt zu kümmern. Daraufhin erwacht Noras Widerstand. Sie beginnt feministische Literatur zu lesen, trägt enge Jeans und einen wilden Pony. Als sie sich beherzt mit züchtigen Dorfdamen für das Frauenwahlrecht einsetzt, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen, gerät das komplette Dorf- und Familienleben gehörig ins Wanken.

Weitere Veranstaltungen

Das Wahlrecht für Frauen wurde 1971 auf Bundesebene in der Schweiz angenommen, die Mehrzahl der Kantone folgte dem Ergebnis. Der Kanton Appenzell Innerrhoden ließ 1990, als letzter, seine Einwohnerinnen zur Wahl gehen.

„Um die Errungenschaft ‚100 Jahre Frauenwahlrecht‘ in Deutschland, zu würdigen, folgen weitere Veranstaltungen zum Jahresende“, sagte Mecklenburg.

Eintrittskarten können ab sofort beim Germania Kino in Meppen und online unter www.kino-meppen.de erworben werden.