426 Gramm Marihuana im Haus Amtsgericht verurteilt Meppener zu Haftstrafe

Von Gerd Albers

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426 Gramm Marihuana hat die Polizei bei einem Meppener sichergestellt. Das Amtsgericht Meppen hat ihn zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt. Foto: Daniel Karmann/dpa426 Gramm Marihuana hat die Polizei bei einem Meppener sichergestellt. Das Amtsgericht Meppen hat ihn zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt. Foto: Daniel Karmann/dpa

ga Meppen. Das Amtsgericht Meppen hat einen 26-jährigen Meppener zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe wegen des Kaufes und Besitzes von Marihuana verurteilt.

Bevor die Verhandlung begann, gab es ein Verständigungsgespräch zwischen dem Anklagevertreter, dem Verteidiger und dem Schöffengericht. Hierin wurde besprochen, dass er für den Fall eines umfangreichen Geständnisses, wegen eines minder schweren Falles mit einer Freiheitsstrafe von vier bis acht Monaten zu rechnen habe. Die Strafe könne zur Bewährung ausgesetzt werden.

In der Anklage warf die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor, Weichdrogen angekauft und aus seiner Wohnung heraus, einen schwunghaften Handel damit betrieben zu haben. Die Droge habe er auch an minderjährige Personen verkauft. Dies ist nach dem Strafgesetzbuch ein Verbrechen, welches mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bedroht ist.

Der Angeklagte erklärte, circa 500 Gramm Marihuana gekauft zu haben. Bezahlt habe er circa 1200 Euro. Davon habe die Polizei bei der Durchsuchung 426 Gramm auf dem Dachboden gefunden. Das Marihuana sei zum eigenen Konsum bestimmt gewesen. Seinen Lieferanten wolle er vor Gericht nicht nennen.

Große Menge gekauft

Auf die Frage der Staatsanwaltschaft, warum er eine derart große Menge gekauft habe, erklärte sein Anwalt, dass sein Mandant sich in einem Substitutionsprogamm befunden habe. Allerdings habe er zum Tatzeitpunkt dieses Medikament nicht mehr erhalten. Deshalb habe er sich einen Vorrat angelegt, aber nicht zum Weiterverkauf.

Wie die Staatsanwaltschaft einräumte, konnte dem Angeklagten der Handel mit Betäubungsmitteln nicht nachgewiesen werden. Hierfür fehlten entsprechende Zeugen. So blieb aufgrund des Geständnisses, nur der Besitz und Ankauf nachweisbar und strafbar. Damit war dann von einem minder schweren Fall auszugehen.

Der Strafregisterauszug des Angeklagten wies eine Betrugsstraftat aus. In seinem Plädoyer stellte der Staatsanwalt den Antrag, den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten zu verurteilen. Die Strafe könne auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden und ihm solle ein Bewährungshelfer für das erste Jahr zur Seite gestellt werden. Neben den Kosten des Verfahrens, soll der Angeklagte eine Geldauflage von 1200 Euro an eine wohltätige Einrichtung zahlen.

Der Verteidiger schloss sich den Ausführungen der Staatsanwaltschaft an, gab jedoch zu bedenken, dass die Geldauflage entfallen möge. Unter der Zahlung leide nur die vierköpfige Familie, die der Angeklagte ernähren müsse. Das Schöffengericht schloss sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an, ermäßigte allerdings die Geldauflage auf 600 Euro.


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