Streckenbericht: Zahlen eingebrochen Hegering Helte betreut in 19 Revieren 7553 Hektar Fläche

Von Martin Reinholz

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Hegeringsleiter Dennis Otten (links) mit den geehrten Jägern und Naturschützern. Foto: Martin ReinholzHegeringsleiter Dennis Otten (links) mit den geehrten Jägern und Naturschützern. Foto: Martin Reinholz

Meppen. Langjährige und verdiente Jäger und Naturschützer hat der Hegering Helte mit Urkunden und Ehrennadeln ausgezeichnet. Zwei Mitglieder wurden neu aufgenommen.

Hegeringsleiter Dennis Otten sah den Hegering Helte als „sehr gut aufgestellt“. „Die Zahl der Mitglieder nimmt eine positive Entwicklung“, erklärte er. Zählte der Hegering Helte vor zehn Jahren noch 148 Mitglieder, sind es aktuell 181. Die Mitglieder des Hegering Helte hegen und bejagen in 19 Revieren 7553 Hektar Fläche, gab der Hegeringsleiter bekannt.

Streckenbericht

Eine „erschreckende Entwicklung“ erkannte Otten beim vorgelegten Streckenbericht. In allen Bereichen des Niederwildes, zu dem unter anderem Fasanen, Kaninchen und Hasen gehören, seien die Zahlen stark eingebrochen.

Die unterschiedlichen Veranstaltungen des Hegerings wurden von den Mitgliedern durchweg „gut angenommen“, meinte der Hegeringsleiter. Bei den vereinsinternen Hegeringsmeisterschaften beteiligten sich 41 Schützen. Eine „sehr gute Beteiligung“ zeigte sich auch beim Hegeringsfest. Besonders dankte Otten der Familie Wekenborg, wo die Hubertusmesse stattfand. An der Taubenjagd nahmen 49 Schützen teil. Mit 114 erlegten Tauben sei eine „ansehnliche Strecke“ erreicht. Auch in diesem Jahr werden die Veranstaltungen wieder angeboten, wobei der Ort der Hubertusmesse noch festgelegt wird.

33 Übungsabenden

Der Obmann für die Jagdhornbläsergruppe des Hegering Helte, Thomas Tensing, berichtete von insgesamt 33 Übungsabenden und 21 Auftritten der 22 aktiven Bläser.

Über jagdpolitische Themen informierte der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Meppen, Hubert Brandewiede. Er verwies auf die zu erwartenden Änderungen durch die Novellierung des Landesjagdgesetzes in Bezug auf den Einsatz von Schalldämpfern, bleifreier Munition und des Schießnachweises. Brandewiede informierte die Naturschützer und Jäger über das von der Landesjägerschaft Baden-Württemberg und dem Deutschen Jagdverbandes initiierte Projekt „Fellwechsel“. Dabei werden die Bälge vom Raubwild aufgekauft und einer sinnvollen Nutzung zugeführt.

Afrikanische Schweinepest (

In Bezug auf den drohenden Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erwähnte Brandewiede die Aufhebung der Schonzeiten und rief die Landwirte dazu auf, bei der Maiseinsaat auf geeignete Schussschneisen zu achten. In Bezug auf das weitere Ansteigen der Wolfspopulation im Emsland forderte er die Jäger dazu auf, sämtliche Vorkommnisse und Beobachtungen dem Wolfsberater zu melden.

Nach erfolgreichem Bestehen der Jägerprüfung erhielt Steffen Merscher den Jägerbrief. Für 30-jährige Mitgliedschaft in der Bläsergruppe wurde Hubert Lüken geehrt. Für langjährige Mitgliedschaft im Hegering Helte erhielten Werner Robben (25 Jahre), Franz-Josef Melisch (40 Jahre), Willi Thyen und Heinz Alves und Franz-Josef Giese (je 50 Jahre) Ehrennadeln und Urkunden.

Verdienstnadel

Gemeinsam verliehen Hubert Brandewiede und Dennis Otten die Bronzene Verdienstnadel des Deutschen Jagdverbandes an Bernd Schliemer. Schliemer führte von 1995 bis zum Jahr 2007 den Hegering Helte als Hegeringsleiter. „Bernd Schliemer hat den heutigen Hegering und dessen Struktur geprägt“, lobte Otten den Einsatz des Jagdfreundes.

Die Silberne Ehrennadel des Landesjagdverbandes Niedersachsen erhielt Benedikt Buss. Buss engagierte sich 31 Jahre als Schießwart für den Hegering. Unter seiner Federführung wurde das jagdliche Schießen in dem Hegering etabliert, beschrieb Otten die Tätigkeit des ehemaligen Schießwartes. Zudem sorgte Buss in der Gemeinschaftsjagd Lehrte durch Prädatorenbekämpfung und Hegemaßnahmen für einen „überregional bekannten Wildtierbestand“, sagte der Hegeringsleiter. „Sein Handeln ist bis heute vielen ein Vorbild in der Niederwildhege“, so Otten.


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