Vorbereitung auf das Lehramt Studienseminar Meppen stärkt Bildungsregion Emsland

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Informationsgespräch im Studienseminar Meppen mit Landrat Reinhard Winter, Studienseminarleiterin Irmgard Pöling, Bernd-Carsten Hiebing (MdL) und Christian Fühner (MdL). Foto: StudienseminarInformationsgespräch im Studienseminar Meppen mit Landrat Reinhard Winter, Studienseminarleiterin Irmgard Pöling, Bernd-Carsten Hiebing (MdL) und Christian Fühner (MdL). Foto: Studienseminar

Meppen. Über das Studienseminar Meppen und seine Bedeutung für die Bildungsregion Emsland haben sich Landrat Reinhard Winter sowie die Landtagsabgeordneten Bernd-Carsten Hiebing und Christian Fühner informiert.

Hiebing hatte um das Treffen gebeten, um mehr über die Aussbildungsstätte für Gymnasiallehrkräfte zu erfahren. Die Leiterin, Oberstudiendirektorin Irmgard Pöling, berichtete, dass zurzeit an 15 Ausbildungsgymnasien der Region – im Sommer kommt das Mariengymnasium in Papenburg noch hinzu - in 17 Fächern 79 Referendarinnen und Referendare sowie zwei Quereinsteiger ausgebildet werden. Die Seminarleiterin zeigte sich über die reibungslose Zusammenarbeit mit den Ausbildungsschulen und die Aufnahme des Studienseminars in die Bildungsregion Emsland erfreut. Personell sei das Studienseminar mit seinen 25 Ausbilderinnen und Ausbildern gut aufgestellt. Pöling erinnerte die Politiker an Wunsch der niedersächsischen Studienseminare nach einer einheitlichen Besoldung für alle Fachausbilder vor, denn die gegenwärtige „Zweiklassengesellschaft“ innerhalb der Ausbildungskollegien führe regelmäßig zu Unmut in den Seminaren.

Weiter berichtete Pöling über das umfangreiche Ausbildungsangebot, das das Studienseminar über die verpflichtenden Seminarveranstaltungen hinaus vorhalte. Das einwöchige Lehrerbetriebspraktikum bei der Firma Krone in Spelle sei ein Beitrag zum Thema Berufsorientierung, das als neuer Ausbildungsinhalt verbindlich in die Prüfungsverordnung aufgenommen worden sei. Pöling betonte, dass es angesichts hoher Studienabbrecherquoten wichtig sei, den Jugendlichen in den Gymnasien nicht nur Hochschulstudiengänge, sondern auch berufliche Ausbildungsgänge vorzustellen.

Etwa ein Drittel der Referendarschaft stammt aus der Region. Umso erfreulicher sei es, meint Pöling, dass regelmäßig zwei Drittel der Examenskandidaten den Wunsch äußerten, Planstellen an Gymnasien des Ausbildungsbezirks zu erhalten, weil sie die hervorragenden Arbeitsbedingungen schätzten.

Pöling dankte dem Landkreis für die jahrzehntelange Unterstützung der Anliegen des Studienseminars. Landrat Winter stellte die enorme Bedeutung des Studienseminars Meppen für die Versorgung der emsländischen Gymnasien mit gut ausgebildeten Lehrkräften heraus: „Das Studienseminar ist für uns sehr wertvoll.“ Die Gesprächsteilnehmer zeigten sich von der Ausstattung des Studienseminars mit digitalen Medien beeindruckt und sagten ihre Unterstützung bezüglich der Anbindung an schnellere Datenübermittlungsnetze zu.

Abschließend berichtete Pöling aus dem Kreis der niedersächsischen Seminarleiterinnen und –leiter, die sich nachdrücklich für den Erhalt des gymnasialen Lehramtes einsetzten und Überlegungen zur Einführung einer Stufenlehrerausbildung eine Absage erteilten.


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