Online-Petition gestartet Mehrheit in sozialen Netzwerken will Goa-Festival in Meppen

Von Harry de Winter

2017 wurde noch ausgelassen und friedlich im Funpark gefeiert. Foto: Yannick Kroll Fotografie2017 wurde noch ausgelassen und friedlich im Funpark gefeiert. Foto: Yannick Kroll Fotografie

Meppen. Das Nein der Stadt Meppen zum geplanten Goa-Festival Synaptic Eclipse im Funpark hat hohe Wellen geschlagen. Besonders in den sozialen Netzwerken ist die Veranstaltung ein viel diskutiertes Thema. Von Befürwortern wurde eine Online-Petition gestartet.

Bis zum Dienstagmittag hat die Veranstalter keine Absage von der Stadt Meppen erreicht. Somit warten die Lingener Felix Geber und Christian Krogull weiterhin auf ein offizielles Schreiben der Verwaltung, in der die Gründe für eine Absage genannt werden. Für die beiden Emsländer sei dies ein Indiz dafür, dass die Stadtverwaltung auf Zeit spiele.

Petition für Festival

Insgesamt 2.856 Unterzeichner (Stand 27. März 2018, 11.50 Uhr) konnte die Online-Petition „Kein Verbot für Synaptic Eclipse beim Funpark in 49716 Meppen“ bislang für sich gewinnen. Viele Befürworter begründen ebenfalls ihr Votum für das Festival. So schreibt Petra H, dass das Emsland solche Events brauche. Nico B. erklärt: Es ist Quatsch, so ein friedliches Event an so einem interessanten und bedeutendem Ort nicht stattfinden zu lassen.“

Wenig Gegenstimmen

Bei Facebook sprechen sich die Nutzer ebenfalls mehrheitlich für eine Neuauflage des Synaptic Eclipse aus. Aber auch Gegner melden sich zu Wort. So findet Lydia F., dass die Veranstalter aus Lingen, ihr Festival auch dort veranstalten sollen. Trotz Gegenwind von anderen Usern, ließ sie sich nicht von ihrer Meinung abbringen. Die meiste Kritik richtet sich gegen die Entscheidung der Stadtverwaltung und den Umgang mit den Veranstaltern. Dass diese nun die Stadt wegen Willkür verklagen wollen, begrüßt die Mehrheit und hofft gleichzeitig, dass sie den Prozess gewinnen.


Goa- und Psytrance

Goa- oder auch Psytrance ist eine Richtung der elektronischen Musik und stellt ein Subgenre der Trance-Musik dar. Namensgebend waren Outdoor-Trance-Partys in den späten 1980er Jahren im indischen Bundesstaat Goa. Die als Goa-Partys bezeichneten Veranstaltungen ziehen sich häufig über mehrere Tage. Im Sommer finden die meisten Goa-Partys in freier Natur an Stränden, in Wäldern oder vereinzelt im Gebirge statt. Den Besuchern wird meist die Möglichkeit gegeben, auf dem Veranstaltungsgelände zu campen. Innerhalb der Goa-Bewegung werden Respekt und Toleranz gegenüber anderen Menschen sowie der Umwelt als grundlegende Werte verstanden und auf den Veranstaltungen in friedlichem Miteinander zum Ausdruck gebracht.