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23.03.2018, 20:20 Uhr EIN KOMMENTAR

Kundenfreundlichkeit sieht anders aus

Kommentar von Harry de Winter

Symbolfoto: Frank Rumpenhorst/dpaSymbolfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

Meppen. Eigentlich wollte Wilhelm Jühe nur bequem zuhause die Spiele des SV Meppen sehen. Die Telekom bot ihm ein entsprechendes Internet-Paket an, das ihm dies ermöglichen sollte. Stattdessen wurde der 84-Jährige mit technischen Unzulänglichkeiten konfrontiert. Ein Kommentar.

Über diesen Sachverhalt kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. In Meppen-Helte gibt es schnelles Internet mit ordentlicher Bandbreite. Allerdings nur, wenn man Kunde bei Ewetel ist. Das war Jühe auch, bis er zur Telekom wechselte, weil er zuhause in den Genuss der 3. Liga kommen wollte. Doch die Telekom bietet Vorort nur einen langsamen DSL-Anschluss an. Trotzdem verkaufte sie ihm ein Angebotspaket, das das Fernsehsignal über die Internetleitung überträgt, obwohl diese nicht genügend Bandbreite dafür bereitstellt. Die Folge: Standbilder und Fehlermeldungen aber kein Fußballvergnügen auf dem heimischen Sofa.

Durch eine einfache Abfrage mit den Adressdaten von Jühe im System der Telekom wäre dem 84-Jährigen einiges an Ärger und Frust erspart geblieben. Stattdessen hätte man ihm einfach ein reines Fußball-Abo verkaufen können, ohne einen kompletten Anbieterwechsel durchzuführen. Denn dann wäre es für den Rentner auch vernünftig nutzbar gewesen, und er würde sich nicht betrogen fühlen. Kundenfreundlichkeit sieht definitiv anders aus.


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