Fußgängern mehr Gewicht geben SPD will Radfahrerlaubnis in Bahnhofstraße Meppen zeitlich beschränken

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Die Bahnhofstraße in Meppen. Foto: Carola AlgeDie Bahnhofstraße in Meppen. Foto: Carola Alge

Meppen. Die SPD-Ratsfraktion in Meppen beantragt, die Radfahrerlaubnis in den Fußgängerzonen Markt und Bahnhofstraße auf die Zeit von 20 bis 8 Uhr einzuschränken.

Eine Fußgängerzone sei eine Verkehrsfläche, auf der Fußgänger Vorrang vor anderen Verkehrsteilnehmern hätten. Anderen Verkehrsteilnehmern sei die Nutzung im Allgemeinen untersagt. „In Meppen ist das Radfahren zu bestimmten Zeiten zugelassen worden, die Radfahrer sind dann aber als untergeordnet zu betrachten und müssen ihre Geschwindigkeit und das Fahrverhalten an den Fußgängerverkehr anpassen“, heißt es in einer Presseerklärung.

„Nicht sehr glücklich“

Das zeitweilige Zulassen des Radfahrens sei nicht sehr glücklich, „da sich Radfahrer in den Fußgängerzonen leider als sehr rücksichtslos gegenüber den eigentlich privilegierten Fußgängern erweisen und offensichtlich sich selber nicht als die untergeordneten Verkehrsteilnehmer betrachten“. Außerdem scheine die zeitliche Beschränkung keine Wirkung zu haben. „In den Fußgängerzonen wird zu jeder Tageszeit mit größter Selbstverständlichkeit Rad gefahren.“

Um der Privilegierung der Fußgänger in der Fußgängerzone wieder mehr Gewicht zu geben, soll das Rad fahren künftig täglich, auch sonntags, nur noch zwischen 20 und 8 Uhr erlaubt sein – statt wie derzeit von 18 bis 9.30 Uhr und sonntags ganztägig.

Ratsherr Johannes Hessel verweist auf die zunehmende Unzufriedenheit mit der Regelung: „Aktuell erreichen uns immer häufiger Bitten von Mitbürgern, die sich wieder eine reine Fußgängerzone wünschen, damit insbesondere Kindern und älteren Menschen ein gefahrfreier Aufenthalt in den Fußgängerzonen ermöglicht wird.“


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