80 Austritte im Jahr 2017 Mitgliederschwund bei Arbeitsgemeinschaft Meppen der Rheumaliga

Von Heiner Bange

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Das Leitungsteam der Rheumaliga-AG zusammen mit einigen der geehrten Mitglieder. Foto Heiner BangeDas Leitungsteam der Rheumaliga-AG zusammen mit einigen der geehrten Mitglieder. Foto Heiner Bange

Meppen. Die Arbeitsgemeinschaft Meppen der Rheumaliga Niedersachsen e.V. leidet nach wie vor unter einem erheblichen Mitgliederschwund.

Alleine 2017 verzeichnete man etwa 80 Austritte, sodass nun noch 792 Personen der AG angehören. In der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Kolpinghaus Meppen wurde deutlich, dass das sich Leitungsteam trotz dieses Negativtrends dafür stark macht, alle bisherigen Angebote für die an Rheuma erkrankten Mitglieder auch künftig vorhalten zu können.

Für die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Anna-Maria Kroschewski, liegen die Gründe für den Mitgliederschwund in der allgemeinen gesellschaftlichen Situation: „Heute verabschieden sich die Mitglieder, sobald die ärztliche Verordnung für therapeutische Behandlungen nicht mehr verlängert wird. In früheren Zeiten blieb man der Rheumaliga aus Solidarität bis zum Lebensende treu.“

Als ein großes Problem bezeichnet Kroschewski nach wie vor die ausreichende Rekrutierung von Therapeuten für die verschiedenen Gruppen des Funktionstrainings. Dies liege insbesondere daran, dass entsprechende Kräfte zwar interessiert, jedoch bei ihrem Arbeitgeber häufig bis spät in die späten Abendstunden eingebunden seien.

Neunmonatige „Durststrecke“

In Ihrem Rückblick ging die Vorsitzende auch auf die neunmonatige „Durststrecke“ im Bereich Haren ein. Wegen eines Wasserrohrbruchs war das dort benutzte Therapiebad für diese Zeit geschlossen, sodass alle Therapieangebote ausfallen mussten. Inzwischen sei der Betrieb wieder angelaufen und es hätten sich auch neue Interessenten gemeldet. Nur schwer zu kompensieren ist nach den Worten Kroschewskis die endgültige Schließung des Therapiebades im Marienhaus Meppen. Für einen Teil der Gruppen habe man im St. Vitus-Werk zwar Ersatz gefunden, der längere Anfahrtsweg sei jedoch für viele ältere Mitglieder aus der Meppener Neustadt kaum alleine zu schaffen.

Honoraranpassungen

Nach dem Vortrag des Rechnungsprüfungsberichts durch Hermann Knispel erfolgte die einstimmige Entlastung des Leitungsteams. Die Vorsitzende Anna-Maria Kroschewski erläuterte der Versammlung den Haushaltsplan für das laufende Jahr, der unter anderem eine Anhebung der Selbstzahlerbeiträge sowie der Entgelte für Zusatzleistungen ab Juli 2018 vorsieht. Kroschewski begründete die Erhöhungen für die Entgelte mit den notwendigen Honoraranpassungen für die eingesetzten Therapeuten. Nur so sei es möglich, in dem „allgemeinen Gerangel“ um die verfügbaren Therapeuten „wettbewerbsfähig“ zu bleiben.

Die Rheumaliga-AG wird in diesem Jahr erstmals einen eigenen Präventionskurs „Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen“ anbieten. Der Kurs wird in kompakter Form vom 5. bis 7. Oktober im Therapiezentrum „Mensch“ in Meppen stattfinden. Die Vorsitzende weist darauf hin, dass die Kosten hierfür in aller Regel von den Krankenkassen ganz oder teilweise übernommen werden.

Geehrt wurden für ihre jeweils 25-jährige Mitgliedschaft: Maria Heidkamp, Agnes Brümmer, Maria Speller, Thea Dulle, Angela Krallmann, Gerda Heumann, Margret Reiners, Gisela Ströer, Edeltraud Meer, Annemaria Becker, Käthe Veenker, Maria Vey, Lisa Wobken, Adolfine vor der Brüggen, Dieter Lilge und Thea Gerdes.


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