Besitzer bitten um Aufmerksamkeit Wieder Katzen in Meppen verschwunden

Von Stefanie Müller

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Angelina und Elena Keller (v.l) mit einem Foto von Katze Palina und Maily. Foto: Stefanie MüllerAngelina und Elena Keller (v.l) mit einem Foto von Katze Palina und Maily. Foto: Stefanie Müller

Meppen. In den vergangenen drei Monaten sind in Esterfeld nach Besitzerangaben mindestens sechs Katzen verschwunden. Auch eine intensive Suche brachte keine Spur. Alles, was die Eigentümer fanden, waren weitere Anwohner, die ihre Tiere vermissten. Zusammen erhoffen sie sich jetzt mehr Aufmerksamkeit, damit das Verschwinden der Katzen aufhört.

Im Januar hatte es angefangen, Palina war demnach die erste Katze, die einfach verschwand. „Sie war über Nacht draußen gewesen und ist eines Morgens nicht mehr nach Hause gekommen“, sagt Besitzerin Angelina Keller. Vor vier Jahren hatte Keller die damals acht Wochen alte Katze zusammen mit deren Schwester Maily von einem Bauernhof geholt. Maily verschwand Ende Februar. Die beiden Tiere lebten bei Kellers Eltern in Esterfeld.

„Sie waren wie Familienmitglieder für uns, haben mit uns abends auf dem Sofa gesessen oder im Haus gespielt. Ich mag gar nicht daran denken, was passiert sein könnte“, erzählt Kellers Mutter Elena. Beide Katzen gehörten laut Elena Keller zur Nachbarschaft. Sie liefen in den Gärten der Nachbarn herum und bekamen sogar hier und da etwas zu fressen. „Sie gingen jeden Morgen zum Grünstück der Nachbarn und haben dort an einem Geräteschuppen in der Sonne gelegen. Alle Nachbarn mochten Palina und Maily, sie waren bei allen beliebt“, meint Mutter Elena.

Ungewissheit

So wie den Kellers geht es auch anderen Katzenbesitzern in der Nachbarschaft. Während Angelina Keller zusammen mit ihrer Schwester und Mutter nach den Katzen suchte, erfuhren sie von immer mehr vermissten Katzen. „Wir haben wirklich überall gesucht, in der Nachbarschaft, im Wald, wir haben im Tierheim, bei Tierärzten und sogar bei der Polizei nachgefragt. Niemand hat die Katzen gesehen oder irgendwo Kadaver gefunden. Man malt sich dann die verrücktesten Dinge aus, was passiert sein könnte“, erzählt Angelina Keller. Die Ungewissheit, was Palina und Maily zugestoßen sein könnte, sei das Schlimmste.

Um die Suche voranzutreiben, haben sie sogar eine Facebook-Gruppe gegründet. Auch Philip Kaiser vermisst sein Hautier – sein Kater Pepe verschwand vor zwei Wochen. „Das Traurige ist, wir mussten, eine Woche bevor Pepe verschwand, unsere andere Katze einschläfern. Es ist schon seltsam, dass so viele Katzen in einem kleinen Gebiet plötzlich verschwinden“, sagt Kaiser. Niemand aus der Gruppe möchte jemandem etwas Böses unterstellen. Sie vermuten, dass vielleicht Katzenfänger von außerhalb in Esterfeld unterwegs sind. Verschwunden seien fast alle Katzen rund um das Gebiet „Am Lehmfeld“.

Kaiser, Angelina und Elena Keller, haben stellvertretend für die Gruppe das Gespräch mit unserer Redaktion gesucht. Sie möchten mit diesem Schritt Aufmerksamkeit für das Thema erzeugen. „Wir hoffen, dass den Menschen bewusst wird, dass hier irgendetwas nicht stimmt und sie dadurch aufmerksamer werden“, sagt Elena Keller. Sie leidet besonders unter dem Verlust und glaubt nicht daran, dass die Katzen weggelaufen sind oder überfahren wurden. Eine neue Katze hat sich in der Gruppe bis jetzt niemand geholt. Die Angst, dass wieder eines der Haustiere verschwindet, ist groß.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN