Mountainbike entwendet Amtsgericht Meppen verurteilt Fahrraddieb zu Geldstrafe

Von Gerd Albers

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Zu einer Geldstrafe von 560 Euro hat das Amtsgericht Meppen einen 22-jährigen Mann wegen Fahrraddiebstahls verurteilt. Symbolfoto: dpaZu einer Geldstrafe von 560 Euro hat das Amtsgericht Meppen einen 22-jährigen Mann wegen Fahrraddiebstahls verurteilt. Symbolfoto: dpa

Meppen. Wegen Fahrraddiebstahls hat das Amtsgericht Meppen einen 22-jährigen Mann zu einer Geldstrafe von 560 Euro verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft hielt ihm vor, im Sommer 2017 zwei schwere Diebstähle begangen zu haben. An zwei unterschiedlichen Tagen habe er jeweils ein verschlossenes Fahrrad gestohlen. Der Angeklagte aus Rheine, der zuvor in Meppen gelebt hat, räumte ein, das hochwertigere Mountainbike am Bahnhof in Meppen gestohlen zu haben. Es habe dort unverschlossen gestanden. Den zweiten Vorwurf, ein Damenrad gestohlen zu haben, wies er zurück.

Einer der Geschädigten, in der Vergangenheit mit dem Angeklagten befreundet, wurde zum Sachverhalt vernommen. Er sagte aus, dass er das Mountainbike unverschlossen im Geräteschuppen an seiner Wohnung abgestellt habe. Der Schuppen sei aber abgeschlossen gewesen; Aufbruchspuren habe er auch später nicht festgestellt.

Schuppen unverschlossen

Der Richter hielt dem Geschädigten vor, dass er in seiner Anzeige bei der Polizei angegeben habe, dass das Rad verschlossen abgestellt worden sei. Daraufhin räumte er ein, diese Angabe versehentlich gemacht zu haben. Ein Nachbar sagte aus, dass er den Angeklagten am Tattag auf dem Grundstück gesehen habe, aber nicht mit dem Rad. Der Schuppen sei im Übrigen immer offen, und jeder könne dort hinein.

Hinsichtlich des Damenrads sagte der Freund der Geschädigten aus, er habe den Angeklagten, den er von früher kenne, ein paar Tage nach der Tat auf dem Rad gesehen. Dieser sei damit über die Haselünner Straße gefahren. Er habe das Rad genau wiedererkannt, da es sehr markant durch Aufkleber gekennzeichnet und von der Eigentümerin selbst schwarz gestrichen worden sei. Den Diebstahl selbst hatte er nicht beobachtet.

Einfacher Diebstahl

Nach Abschluss der Beweisaufnahme stand fest, dass dem Angeklagten der Diebstahl des Damenrads nicht nachgewiesen werden konnte. Den Diebstahl des Mountainbikes hatte er zugegeben. Da der Geschädigte eingeräumt hatte, dass das Rad unverschlossen gewesen sei, konnte man nur von einem einfachen Diebstahl ausgehen.

Das Strafregister des Angeklagten wies zwei Straftaten aus, und zwar einen Diebstahl, also einschlägig, und eine Sachbeschädigung. Der Staatsanwalt forderte in seinem Plädoyer für den Angeklagten eine Geldstrafe von 560 Euro. Der Richter schloss sich dem an und räumte ihm eine Ratenzahlung von 30 Euro monatlich ein.


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