Ab 22. März am St.-Vinzenz-Hospital Im „Mammobil“ in Haselünne kleinste Veränderungen der Brust erkennen

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Für das „Mammobil“,das am 22. März 2018 nach Haselünne kommt, werben Werner Schräer (v.l.), Andreas Kamphaus, Ludwig Pleus, Kerstin Albers und Agnes Kötter. Foto: Carola AlgeFür das „Mammobil“,das am 22. März 2018 nach Haselünne kommt, werben Werner Schräer (v.l.), Andreas Kamphaus, Ludwig Pleus, Kerstin Albers und Agnes Kötter. Foto: Carola Alge

Haselünne. Mit der Mammografie sind selbst kleinste Veränderungen der Brust erkennbar. In Haselünne wird das Screening ab Donnerstag, 22. März 2018, vier Wochen lang im „Mammobil“ angeboten. Kostenlos. Es steht bis zum 25. April 2018am Ärztehaus Hasemed am St.-Vinzenz-Hospital.

  • Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen in Deutschland
  • Im „Mammobil“ wird kostenlos eine Mammografie zur Vorsorge angeboten
  • Eingeladen werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren
  • Das „Mammobil“ steht ab 22. März 2018 beim Krankenhaus Haselünne

Alle Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren bekommen im Rhythmus von zwei Jahren die Möglichkeit, die rollende Röntgenpraxis zu einer freiwilligen und kostenlosen Brustkrebs -Früherkennung zu besuchen. In Haselünne macht der Bus zum fünften Mal Station und steht für Frauen aus dem Bereich Haselünne und Herzlake offen. 1900 Frauen aus Haselünne und 1500 Frauen aus Herzlake können sich im Rahmen der Aktion untersuchen lassen. „Die regelmäßige Teilnahme kann dazu beitragen, Menschenleben zu retten. Wir rufen deshalb alle Frauen dazu auf, die gebotene Chance auch wirklich zu ergreifen“, betonten die Gleichstellungsbeauftragten Kerstin Albers (Haselünne) und Agnes Kötter (Herzlake) sowie die Bürgermeister Werner Schräer und Ludwig Pleus bei einem Pressetermin.

Kleine Befunde erkennen

Das Screening soll insbesondere die Frauen zur Untersuchung animieren, die sonst nicht zum Frauenarzt oder zur Mammografie gehen. „Hier können schon sehr kleine Krebsbefunde erkannt werden, bevor sie tastbar sind oder Beschwerden verursachen“, erläuterte Andreas Kamphaus, Geschäftsführer des Drewes+Partner Röntgen-Nuclear-Instituts Osnabrück.

Erfolgreich etabliert

Das Mammografie-Screening-Programm wurde in Südwest-Niedersachsen bereits sehr erfolgreich etabliert. Die Teilnahmerate in der Region Haselünne/Herzlake liegt nach Angaben Kamphaus’ mit 70 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Das ist eine bundesweit erfreulich hohe Rate. Bei Frauen, die schon einmal zum Screening kamen, liegt die Wiederholrate gar bei 90 Prozent.

Für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren

Die anspruchsberechtigten Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden zur Teilnahme am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm schriftlich eingeladen. „Wir wollen bereits die Frühstadien finden. Es geht um die Frauen, die keine Beschwerden haben und klinisch unauffällig sind. Der Vorteil für die Frauen ist hierbei sehr groß: Je früher wir Hinweise auf ein Karzinom finden, desto besser, weil dann die Heilungschancen sehr hoch sind und eine schonende Therapie durchgeführt werden kann“, erläuterte Kamphaus.

Das Mammobil ist in Haselünne jeweils ab 8 Uhr geöffnet. Montags und dienstags kann es bis 16.30 Uhr, mittwochs und freitags bis 14 Uhr sowie donnerstags bis 20 Uhr von den eingeladenen Frauen aufgesucht werden.


Mammografie

Die Mammografie ist eine einfache und schnelle Röntgenuntersuchung der Brust, sie dauert nur wenige Minuten. Über die Aufnahmen lässt sich die normale, altersabhängige Beschaffenheit der Brust beurteilen und von krankhaften Veränderungen abgrenzen. Hierbei können Tumore, die nicht tastbar sind, bereits im Frühstadium von drei bis fünf Millimeter Größe erkannt werden.

Das Potenzial der Mammografie liegt vor allem in der Darstellung von sogenannten Mikroverkalkungen. Solche kleinen Verkalkungen können das erste sichtbare Zeichen für bösartige Tumoren in der Brust sein. Bei diesen Kalkherden handelt es sich nicht zwangsläufig um Bösartiges, sie können aber Hinweise auf Krebsvorstufen sein.

Leider ist die Qualität von Mammografien sehr unterschiedlich und die sichere Diagnosestellung oft schwierig. Das gilt insbesondere bei dem dichten Brustgewebe junger Frauen. Mit zunehmendem Alter einer Frau wird die Entdeckungsmöglichkeit von bösartigen Tumoren wegen der normalen Fettzunahme der weiblichen Brust besser.

In Deutschland haben Frauen zwischen 50 und 69 Jahren die Möglichkeit, alle zwei Jahre zur Mammografie zu gehen. Fachleute sprechen bei solchen Routineuntersuchungen Gesunder auch von „Screening“. Die Kassen übernehmen die Kosten für gesetzlich Versicherte. (cw mit Krankenhaus Ludmillenstift Meppen)

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