Integrationskonzept Voraussetzung Pestalozzischule Meppen wird bis 2028 fortgeführt

Von Konstantin Stumpe

Die Förderschule Lernen Pestalozzi in Meppen-Esterfeld soll bis zum Ende des Schuljahres 2027/28 fortgeführt werden. Foto: Ina WemhönerDie Förderschule Lernen Pestalozzi in Meppen-Esterfeld soll bis zum Ende des Schuljahres 2027/28 fortgeführt werden. Foto: Ina Wemhöner

Meppen. Einstimmig hat der Ausschuss für Schulen und Kindertagesstätten der Stadt Meppen die Verwaltung beauftragt, beim Land Niedersachsen einen Antrag auf Weiterführung der Pestalozzischule zu stellen. Vorher muss die Verwaltung jedoch ein Integrationskonzept erarbeiten.

Nachdem der Niedersächsische Landtag im März 2012 beschlossen hatte, das „Förderschulen Lernen“ ab dem 1. August 2013 auslaufen, war für die Pestalozzischule in Meppen ein Ende zum 31. Juli 2021 in Sicht. Aktuell gibt es keine fünften Klassen mehr. Je nach Elternwille und Grad der Behinderung besuchten die Schüler eine Regelschule oder eine andere Förderschule.

Inklusion soll gesichert werden

Ende Februar hat der Landtag nun beschlossen, das Förderschulen Lernen bis zum Ende des Schuljahres 2027/28 weiterlaufen dürfen. Danach könnten dann letztmalig im Jahr 2022 Kinder in die fünfte Klasse eingeschult werden. Voraussetzung für die Fortführung ist die Erarbeitung eines regionalen Integrationskonzeptes. Das will die Stadt Meppen in den kommenden Wochen in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis ausfertigen. So soll das individuelle Kindeswohl, die Wahlfreiheit der Eltern und das Gelingen der Inklusion gesichert werden.

Mangel an Fachkräften

Auch die Stadt wolle den Eltern laut Dezernent Matthias Wahmes lediglich die Wahlfreiheit bieten. Der Beschlussvorschlag sei kein Schritt gegen die Inklusion. „Die Rahmenbedingen für die Inklusion sind aber ausbaufähig“, sagte Wahmes. Den Schulen mangele es an Fachkräften. Ähnlich sah es Christoph Röttger von der CDU-Fraktion. Diese Entscheidung sei zum Wohle aller Schüler. Aktuell funktioniere die Inklusion nicht optimal. „Daher sollten wir diese Chance nutzen. Wir halten eine Wahlfreiheit für unabdingbar“, sagte der Ratsherr.

Wahlfreiheit wichtig

Ähnlicher Meinung war Rainer Levelink (Fraktion FDP/BfM). „Es muss eine Wahlfreiheit geben. Gemeinsames Lernen ist gut, viele wollen es auch, andere aber eben nicht.“ Levelink regte an, bei der Ausarbeitung des Integrationskonzeptes die Förderschulen der Umgebung einzubeziehen. Etwas anderer Meinung war Martin Tecklenburg (Die Grünen). „Das Gelingen der Inklusion muss im Mittelpunkt stehen.“ Dass diese noch nicht zu 100 Prozent gelungen ist, sei klar, aber das brauche eben Zeit.

Neuer Jahrgang erst 2019

Mit einer Neueinschulung in die Pestalozzischule schon im Sommer 2018 werde es laut Wahmes nicht klappen. „Viele Eltern haben sich jetzt schon anders orientiert“, sagte er. Demnach würde für den neuen Jahrgang nicht die erforderliche Zahl von 13 Schülern zusammenkommen. Die Stadt sei aber zuversichtlich, dass es aber Sommer 2019 eine neue fünfte Klasse geben wird.