Motto: „Wir haben viel zu geben“ Welt-Downsyndrom-Tag im Bonifatius Hospital Lingen

Laden ein zum Welttag des Downsyndroms im Bonifatius Hospital: Eltern von Kindern mit Downsyndrom (vordere Reihe), und Ariane Geesen SKF-Lingen, Heike Veen SKF Meppen, Chefarzt Dr. Henry Bosse, Geschäftsführer Ansgar Veer sowie Pflegedirektor Ludwig Kerschbaum (hintere Reihe von links). Foto: Bonifatius HospitalLaden ein zum Welttag des Downsyndroms im Bonifatius Hospital: Eltern von Kindern mit Downsyndrom (vordere Reihe), und Ariane Geesen SKF-Lingen, Heike Veen SKF Meppen, Chefarzt Dr. Henry Bosse, Geschäftsführer Ansgar Veer sowie Pflegedirektor Ludwig Kerschbaum (hintere Reihe von links). Foto: Bonifatius Hospital

pm/stum Lingen. Ein Infostand und eine Ausstellung im Bonifatius Hospital Lingen sollen am Welt-Downsyndrom-Tag, Mittwoch, 21. März, das öffentliche Bewusstsein für Menschen mit Downsyndrom steigern. Der 21. März symbolisiert das charakteristische Merkmal der Trisomie 21, das dreifache Vorhandensein des 21. Chromosoms.

Informationen am Stand in der Eingangshalle geben in der Zeit von 14 bis 17 Uhr Familien, der Elterntreff Kinder mit Downsyndrom und Schwangerenberaterinnen des SKF Meppen und Lingen. Die begleitende Foto-Ausstellung ist noch bis zum 8. April zu sehen. Mit einem Infostand stehen der SKF Meppen sowie die Eltern von Kindern mit Downsyndrom außerdem am Samstag, 24. März, von 13 bis 18 Uhr in der MEP.

Schwangerenberatung

Unter dem diesjährigen Motto „Wir haben viel zu geben“ wollen die Beteiligten das Thema nach außen tragen. Sabrina Vennemann aus Haselünne wird mit weiteren Familien über ihr Leben mit einem Kind mit Downsyndrom berichten: „Unsere Kinder sind unverstellt. Sie sind einfach ehrlich und erobern mit ihrem Charme, Frohsinn und Emotionen schnell die Herzen der Menschen.“ Auch wenn die Elternschaft nicht immer leicht sei, erleben die Familien eine intensivere Elternschaft, wissen die Sozialarbeiterinnen Heike Veen (SKF Meppen) und Ariane Geesen (SKF Lingen): „Wir ermutigen Eltern in der Schwangerenberatung, eine Entscheidung zugunsten des Lebens zu treffen. Jede Beratung ist natürlich ergebnisoffen“, sagt Geesen. Ihre Erfahrung zeige aber, dass Kinder mit Downsyndrom das Leben bereichern, wenn man sich darauf einlasse.

Bereicherung für Gesellschaft

Dr. Henry Bosse, Chefarzt der Kinderklinik des Bonifatius Hospitals, unterstreicht: „Zur Vielfalt unserer Gesellschaft gehören auch Menschen mit Downsyndrom, überhaupt Menschen mit Behinderungen.“ Geschäftsführer Ansgar Veer und Pflegedirektor Ludwig Kerschbaum begrüßen den Aktionstag und die Ausstellung sehr. So können Berührungsängste abgebaut und aktiv für ein gemeinsames Miteinander geworben werden.


Zum Welttag des Down-Syndroms

Die UN-Generalversammlung beschloss vor Jahren die Einführung des jährlichen Welttags als wichtigen Beitrag zum Thema Behinderung. Ein Mensch mit Downsyndrom soll gleichberechtigt mit anderen alle Grundfreiheiten und Menschenrechte in vollem Umfang genießen. Ziel ist es, die Öffentlichkeit stärker für das Downsyndrom zu sensibilisieren und in der öffentlichen Gesellschaft das Bewusstsein konkret zu stärken. Das Downsyndrom zählt als das verbreiteste aller angeborenen Syndrome.

Statistisch wird heutzutage etwa alle drei Minuten ein Baby mit Trisomie 21 geboren. Weltweit leben rund fünf Millionen Menschen mit dieser Besonderheit. Im weltweiten Vergleich ist die Häufigkeit der Trisomie 21 mit etwa einer auf 800 Geburten überall identisch. Die Auswirkungen sind in der Regel sehr unterschiedlich und betreffen die körperlichen Merkmale, den Gesundheitszustand im Allgemeinen und die Lernfähigkeit. Der Welttag soll die Anerkennung der Menschen mit geistiger Behinderung, ihre Würde und ihren Wert für die Vielfalt der Gemeinschaft stärken.