13.500 zusätzliche Besucher JAM in Meppen ein absoluter Volltreffer

Von Hermann-Josef Mammes

Auch architektonisch ist das Meppener Jugend- und Kulturzentrum etwas Besonderes. Foto: Hermann-Josef MammesAuch architektonisch ist das Meppener Jugend- und Kulturzentrum etwas Besonderes. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Im Mai 2017 wurde das neue Jugend- und Kulturzentrum JAM an der Bleiche eröffnet. Nach knapp einem Jahr hat Leiter Karsten Streeck eine durchweg positive Bilanz gezogen.

In der Sitzung des städtischen Ausschusses für Soziales, Jugend, Sport und Senioren legte er eine erste „Jahresbilanz“ vor. Danach gab es zusätzlich zum offenen Regelbetrieb mit 637 registrierten Kindern und Jugendlichen 45 Veranstaltungen, die 13.500 Besucher ins JAM lockten. Streeck geht davon aus, dass in diesem Jahr sogar „über 50 Events“ im Jugend- und Kulturzentrum stattfinden werden.

Besondere Architektur

„Wir haben uns als Veranstaltungszentrum bereits etabliert.“ Zum einen erreiche man mit der offenen Jugendarbeit „die breite Meppener Jugend“, zum anderen gebe es aber auch Angebote für Erwachsene. Gerade der flexible Veranstaltungsraum mit unterschiedlichen Größen und einer modernen Bühne habe in der Kreisstadt einfach gefehlt. So können dort 200 Rockfans einem Konzert ebenso lauschen wie nur 30 bis 40 Gäste im kleinen Café einem Fachvortrag. Streeck konnte zudem feststellen, dass viele Meppener die besondere runde Architektur des Gebäudes interessiert.

Großes Außengelände

Dank des Außengeländes mit der Möglichkeit, die Wiese des Freibades zu nutzen, fanden am JAM auch größere Events wie das Kleinstadtfest statt. In diesem Zusammenhang regte Jutta Oestreicher von der FDP/BfM-Fraktion an, das Festival der Meppener Abiturienten wieder aufleben zu lassen. „Ähnliche Großangebote für Jugendliche gibt es auch in Geeste und Lingen“, so das Stadtratsmitglied. Streeck sagte: „Mit dem Kleinstadtfest kommen wir bereits an unsere Kapazitätsgrenzen.“ Das JAM sei kein Großveranstalter. Dies würde auch die etwa 80 freiwilligen Helfer überfordern.

Großes Lob

Fraktionsübergreifend gab es jedoch großes Lob für das Jugend- und Kulturzentrum. Es sei „ein Volltreffer gelungen“, sagte Bernd Kaiser (SPD). Oestreicher ergänzte: „Genau ein solches Angebot mit einer modernen und offenen Architektur hat in Meppen gefehlt.“ Der Behindertenbeauftragte der Stadt Meppen, Walter Teckert regte an, eine mobile Hebeeinrichtung anzuschaffen, damit Rolli-Fahrer im Theater sowie im JAM auf die Bühne gelangen können.

Einstimmig stimmt der Fachausschuss einer Nutzungsverordnung für das JAM zu. Damit werden exakt die Rahmenbedingungen und Gebühren festgelegt, in denen externe Nutzer die Räumlichkeiten mieten können.