7,4 Millionen Euro vom Land Emsland erhält Fördermittel für Straßenbauprojekte

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Kreisstraße von Meppen nach Versen kann derzeit nur noch einspurig befahren werden. Das soll sich bald ändern. Foto: Tobias Böckermann.Die Kreisstraße von Meppen nach Versen kann derzeit nur noch einspurig befahren werden. Das soll sich bald ändern. Foto: Tobias Böckermann.

pm/tb Meppen. Für sieben Baumaßnahmen mit einem Investitionsumfang von insgesamt etwa 12,95 Millionen Euro erhält der Landkreis Emsland vom Land Niedersachsen Fördermittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Unter anderem kann die Flutbrücke in Meppen-Versen nun endlich erneuert werden.

Das Land stellt einer Pressemitteilung des Landkreises zufolge etwa 7,4 Millionen Euro und damit rund 60 Prozent der Gesamtkosten zur Verfügung. Rund 5 Millionen Euro an Eigenmitteln muss der Landkreis Emsland noch aufbringen. „Alle von uns für die Landesförderung vorgeschlagenen Projekte haben den Zuschlag erhalten“, sagt Landrat Reinhard Winter und dankt den hiesigen Landtagsabgeordneten für ihren Einsatz.

Der Neubau der Flutmuldenbrücke im Zuge der Kreisstraße 203 in Versen, der bereits in 2016 und 2017 für das Programm angemeldet worden war, ist nun aufgenommen worden. Baureife für den Ersatzneubau besteht seit Oktober 2015. Rund 5,5 Millionen Euro betragen die Gesamtkosten. Der nun bewilligte Anteil an GVFG-Mitteln beläuft sich rund 3,3 Millionen Euro, der Anteil des Landkreises Emsland liegt bei rund 2,2 Millionen Euro. Die Brücke über die Flutmulde in Versen ist seit Sommer 2015 nur noch einspurig zu befahren. Umgesetzt werden kann nun der Neubau der Brücke mit einer sieben Meter breiten Fahrbahn und einem zur nördlichen Brückenseite liegenden 2,50 Meter breiten Geh- und Radweg.

Weiteres Vorhaben ist der Neubau eines rund 1,2 Kilometer langen Radwegs an der Kreisstraße 312 (Neuenkirchener Damm) in Salzbergen. „Damit können wir eine weitere Radweglücke schließen und zugleich eine verkehrssichernde Maßnahme durchführen, denn bei der Kreisstraße 312 handelt es sich um eine Hauptverkehrsstraße mit hohem Verkehrsaufkommen und zahlreichen Unfällen, in die auch Radfahrer verwickelt sind“, erläutert Winter. Aus dem GVFG-Förderprogramm werden nun 270.000 Euro freigestellt bei einem Gesamtvolumen der Maßnahme von rund 450.000 Euro.

Ortsumgehung Spelle

Ebenfalls kann nun ein rund 3 Kilometer langes Stück der Kreisstraße 316 zwischen der Bundesstraße 70 und der Ortsumgehung Spelle ausgebaut werden. Die Hauptverkehrsstraße mit überregionaler Bedeutung und starker Verkehrsbelastung bei hohem Güterverkehrsanteil soll von bislang 6 Metern Breite an den schmalsten Stellen auf durchgehende 7,50 m Fahrbahnbreite gebracht werden. Zudem soll der Fahrbahnaufbau belastungsgerecht verstärkt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro, die mit Zuwendungen in Höhe von rund 1,32 Millionen Euro aus dem GVFG-Programm unterstützt werden.

Umgesetzt werden kann nun auch der Neubau einer Straßen- und Radwegbrücke über den Rühlermoorschloot im Zuge der Kreisstraße 202 in Twist mit Mitteln aus dem GVFG in Höhe von 300.000 Euro. Die Gesamtkosten sind hier mit 500.000 Euro angesetzt. „Das vorhandene Bauwerk aus 1950 weist erhebliche Schäden auf und soll an gleicher Stelle neu entstehen“, erläutert Winter.

So auch in Haren: Hier ist der Neubau einer Brücke über den Brookgraben im Zuge der Kreisstraße 239 erforderlich geworden, weil das bestehende Bauwerk aus dem Jahr 1957 in einem schlechten Zustand ist. „Hinzu kommt außerdem, dass für Radfahrer und Fußgänger kein ausreichend breiter Geh- und Radweg vorhanden ist. Künftig soll dieser in ausreichender Breite mit über die Brücke geführt werden“, sagt der Landrat. „Die Pläne für den Ersatzneubau an gleicher Stelle liegen fertig in der Schublade. Mit der Zusage der Fördermittel in der Höhe von rund 390.000 Euro gehen wir nun an die Umsetzung“, sagt Winter. 260.000 Euro zahlt der Landkreis Emsland. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 650.000 Euro.

Ortsdurchfahrt

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Spahnharrenstätte im Zuge der Kreisstraße 124 auf einer Länge von rund 2,9 km steht ebenfalls auf der Liste der Vorhaben: „Derzeit stellt die zu geringe Fahrbahnbreite von durchschnittlich 6 Metern bei hohem Verkehrsaufkommen eine unbefriedigende Situation dar“, sagt Winter. Hier soll die Fahrbahn nun auf eine durchgehende Breite von 6,50 Metern ausgebaut werden. Zudem ist geplant, den Fahrbahnaufbau zu verstärken sowie den Radweg nördlich der Ortsdurchfahrt konstant in einer Breite von 2 Metern und den südlich gelegenen Gehweg in einer Breite von 1,50 Meter anzulegen. Die Gesamtkosten sind mit rund 2,25 Millionen Euro veranschlagt. Die zugesagte Förderung beträgt etwa 1,35 Millionen Euro, der kommunale Anteil etwa 900.000 Euro.

Auch bei der Ortsdurchfahrt Dörpen im Zuge der Kreisstraße 112 sollen auf einem 800 Meter langen Teilstück die Fahrbahn auf 6,50 Meter ausgebaut, der Fahrbahnaufbau verstärkt und die Rad- und Gehweganlage auf durchweg 2,50 Meter verbreitert werden. Hinzu kommt die Erweiterung und Anpassung der Entwässerungseinrichtungen. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 1,4 Millionen Euro, wovon rund 840.000 Euro durch Fördermitteln abgedeckt sind und 560.000 Euro beim Landkreis Emsland verbleiben.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN